Am Fuße der Voralpen inmitten grüner Wiesen liegt in idyllisches Fleckerl Erde, nämlich Benediktbeuern, das sich 38 Teilnehmer der Naturfreunde Kitzingen für eine Wanderwoche ausgesucht haben. Quartier wurde bezogen im Zentrum für Umwelt und Kultur.

Gleich nach der Ankunft mit den Bus wurde die 10 Kilometer lange Benediktbeuerer Moosrunde in Angriff genommen. Durch das Landschaftsschutzgebiet, an Erlebnisbiotope vorbei, wanderte man entlang der Loisach und genossen den Blick auf die Benediktenwand, Jochberg und Herzogstand. Weitere Wanderungen erfolgten auf den Höhenweg mit schattige Passagen durch den Wald und kleinen Anstiegen bis nach Kochel am See mit immer wieder herrlichen Ausblicken. Auch das Sonnental der Jachenau mit seiner ursprünglichen Natur und artenreiche Vegetation und die vielen farbenprächtigen Blumen hat uns sofort in Bann gezogen. Einige unternahmen eine Gipfeltour zum 1555 Meter hohen Rabenkopf. Durch den Wald führte ein Pfad in steilen Serpentinen aufwärts, vorbei an der Staffelalm über einen Steig zum Gipfelkreuz.

Auf dem neun Kilometer langen Wildbachlehrpfad ging es den Lainbach entlang sanft bergan zur Söldner-Alm, dann einen steilen Steig zur Bauern-Alm. Hier wurde man belohnt mit einen wunderbaren Blick auf das Benediktenwandmassiv. Talabwärts schweifte unser Blick über Benediktbeuern und das Loisachtal. Von Lenggries aus fuhren wir mit der Gondelbahn auf das Brauneck, den Hausberg von Lenggries, genannt der Sonnenbalkon des Isarwinkels und wanderte zum Gipfelkreuz und ließen unsere Augen über das wunderschöne Bergpanoroma gleiten. Einen Regentag nutzten einige um sich Bad Tölz anzusehen, einige Mutige machten eine sechs Kilometer lange Regenwanderung um Murnau und elfPersonen besuchten die weltberühmten Passionsfestspiele in Oberammergau. Natürlich durfte eine Wanderung auf den 1731 Meter hohen Herzogstand nicht fehlen. Mit der Standseilbahn ging es hoch zur Bergstation und wanderte weiter über mäßig ansteigende Serpentinen hinauf zum Herzogstandgipfel mit Aussichtspavillon und grandioser Fernsicht südlich auf den Walchensee und das Karwendelgebirge und im Norden auf den Kochelsee.

Bevor man die Heimreise antrat hatte man eine Führung durch das über 1250-jährige ehemalige Benediktinerkloster, das seit 1930 von den Salesianer Don Bosco betrieben wird und heute ein geistliches Zentrum ist. Besichtigt wurde die Basilika mit den beiden Zwiebeltürmen, das Innere in Hochbarock in weiß und gold, sowie den Freskomalereien an der Decke, der gotische Kreuzgang, die historische Fraunhofer Glashütte, sowie der Kapitelsaal und der Barocksaal. Zum Schluss gehörte der Dank unseren Wanderführern Barbara Ziegler, Robert Brandmann und Frank Seyfahrt, die uns jeden Tag wohlbehalten zu unseren Quartier zurückgebracht haben.

Von: Theresia Wolf (Schriftführerin, Naturfreunde Kitzingen)