Streuobstwiesen sind ein wichtiger Bestandteil unserer Kulturlandschaft. Sie prägen das Landschaftsbild und bieten eine große genetische Vielfalt, heißt es in einer Pressemitteilung des Kitzinger Landratsamtes. Doch wer kennt die historischen Sorten noch? Kitzinger Taubenapfel, Purpurroter Cousinot, Hänserbirne oder Röhrlesbirne sind regionaltypische Apfel- und Birnensorten. Sie stehen oft unerkannt auf unseren heimischen Streuobstwiesen oder sind bereits verschollen, so die Mitteilung.

Im Rahmen der Streuobst- und Sortenkartierung im Landkreis Kitzingen finden zwei Wanderungen statt. Termine sind am 16. September, von 15 bis 17.30 Uhr in Järkendorf, Treffpunkt an der St.Antonius Kirche sowie am 30. September, 15 bis 17.30 Uhr in Willanzheim, Treffpunkt hier ist der Parkplatz des Sportgeländes. Die beiden kostenfreien Veranstaltungen sollen dazu beitragen, dass die genetische Vielfalt an alten und regionalen Obstsorten erhalten bleibt. Veranstalter ist der Landschaftspflegeverband Kitzingen, vertreten durch Jonas Braun, Projektmanager Fränkische Obstlandschaft am Landratsamt.

Neben der ökologischen Bedeutung des Streuobsts, spielt auch die genetische Vielfalt eine besondere Rolle. Alte Obstsorten, speziell die Landsorten (Lokalsorten) sind in der Regel ökologisch angepasst, robust und widerstandsfähig. Sie werden von der Bevölkerung aufgrund ihrer typischen Eigenschaften in Bezug auf Geschmack und Verarbeitung besonders geschätzt. In diesem Zusammenhang besteht die Möglichkeit, unbekannte Obstsorten bestimmen zu lassen.

Steffen Kahl, Streuobstfachkraft und Pomologe, gibt eine Einführung in die Geschichte der Pomologie. Die verschiedenen Apfel- und Birnensorten werden mit ihren sortentypischen Merkmalen und Verwendungsmöglichkeiten, Reife, Lagerung und Anfälligkeiten vorgestellt. Außerdem werden bei der Wanderung die allgemeinen Probleme sowie Pflegemaßnahmen im landschaftsprägenden Streuobstanbau vor Ort angesprochen.

Für die Bestimmung der mitgebrachten Obstsorten sind drei bis fünf wurmfreie und gesunde Früchte pro Sorte mitzubringen. Los geht es um 15 Uhr mit Begrüßung und Einführung durch Jonas Braun.

Die Veranstaltung ist auf 15 Teilnehmer begrenzt. Eine Anmeldung vom 1. bis 11. September unter Tel.: (09321) 9286235 oder per E-Mail an: jonas.braun@kitzingen.de ist erforderlich.