Auf der Tagesordnung der Schernauer Feuerwehr-Jahreshauptversammlung stand unter anderem die Neuwahl der Vorstandschaft. Diese musste jedoch auf eine außerordentliche Mitgliederversammlung verschoben werden, weil zu wenige Feuerwehrler erschienen waren.

Gleich zu Beginn der Hauptversammlung erklärte der noch amtierende Vorsitzende des Feuerwehrvereins Schernau, Peter Bischoff, dass die Wahl einer neuen Vorstandschaft „mangels Masse“ nicht stattfinden könne. Offensichtlich seien viele Kameraden nicht erschienen, weil sie fürchteten, ein Amt zu bekommen. So wird in wenigen Wochen eine weitere, außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen, auf der einzig die Neuwahl auf der Tagesordnung steht.

„In Dettelbach und bei den Ortsteilwehren läuft es gut.“
Roland Eckert, Kreisbandrat

In seinem Rückblick ging Bischoff auf die Vereinsaktivitäten ein. Neben der Beteiligung an der Feier zum 1. Mai ragte das Sommerfest mit der Einweihung des frisch renovierten Gerätehauses heraus. Bei der Sanierung des Hauses hätten Vereinsmitglieder insgesamt 1200 Arbeitsstunden geleistet. Kommandant Frank Winterstein sprach in seinem Bericht von 21 Aktiven, darunter einer Frau, und zwölf Jugendlichen, auf die er derzeit zählen könne. Dazu kämen noch zwischen vier und sieben Kinder, die sich in der „Kinderfeuerwehr“ an die Aufgaben der Ortsteilwehr heran tasten.

2014 gab es einen Einsatz für die Schernauer Wehr, bei dem ein Kind aus einem Auto zu bergen war. Auch im aktuellen Jahr sei man schon einmal gefordert gewesen, als es galt, einen Keller leer zu pumpen. Allerdings musste man dazu in Ermangelung des erforderlichen technischen Geräts die Unterstützung der Dettelbacher Wehr anfordern. Für das nächste Jahr hofft Winterstein auf die Bereitstellung eines zeitgemäßen Autos seitens der Stadt.

Kassier Heinz Schmiedel sieht den Feuerwehrverein Schernau „finanziell sehr gut aufgestellt“. Dettelbachs stellvertretender Bürgermeister Herbert Holzapfel bescheinigte allen Wehren der Stadt einen guten Stand und riet dazu, auf die Jugend zu bauen. Kreisbrandrat Roland Eckert sah es ähnlich: „In Dettelbach und bei den Ortsteilwehren läuft es gut.“ Beim Digitalfunk komme man voran. Zunächst soll es eine Art „Probelauf“ mit Handsprechgeräten bei der Kreisfeuerwehrführung geben. Eckert zeichnete zwei Männer der Wehr für je 25 Jahre aktiven Dienst aus. Es waren dies Kommandant Frank Winterstein sowie Kassier und stellvertretender Kommandant Heinz Schmiedel.