In dem Vortrag „Demenz – vorbeugen, erkennen, damit umgehen“ gab Heimleiterin Gertrud Kreuzinger im Kulturhaus in Großlangheim einen Überblick über die Krankheit. Vor rund 100 Zuhörern erklärte sie: „Demenz macht hilflos, aber nie gefühllos“. Zum Referat hatten die Dorfschätze, der Arbeitskreis Langa und der Verein Zeit füreinander eingeladen.

Die Referentin ging zunächst auf die Krankheit an sich ein, so eine Pressemitteilung. Sie erklärte, dass sich bei Demenz die Gedächtnisleistung und das Denkvermögen verringerten. Betroffene würden unmittelbar zurückliegende Ereignisse vergessen und in der Vergangenheit leben. Komplexe Aufgaben zu bewältigen falle, wie auch die Orientierung in Raum und Zeit, immer schwerer, so Kreuzinger. In der letzten Phase würden Vertraute nicht mehr erkannt – bis hin zum vollständigen Gedächtnisverlust. Mit einer gesunden Lebensweise, geistiger Aktivität, Bewegung an der frischen Luft oder auch sozialen Kontakten könne man jedoch das Fortschreiten der Krankheit verzögern.

Angehörigen riet Kreuzinger im Umgang mit den Demenzkranken unter anderem Geborgenheit zu geben und Orientierungshilfen zu schaffen. Zudem sollten Aktivitäten angeregt, soziale Kontakte gefördert und – soweit möglich – bisherige Lebensgewohnheiten beibehalten werden, meinte sie. Auch seien Nähe und Berührungen für die Erkrankten wichtig. Bei aller positiven Begleitung müsse der Pflegende jedoch darauf achten, sich nicht selbst zu überfordern.