Segnitz feiert heuer das 875. Jubiläum seiner ersten urkundlichen Erwähnung. Nach dem Auftakt mit einem Vortrag und der Ausstellung „Die ersten Franken am Maindreieck“ folgt an diesem Freitag, 24. März, die geschichtliche Fortsetzung mit einem Referat über eine Urkunde aus dem Jahr 1142, die unter anderem auch Segnitz erwähnt.

Den Vortrag hält der Historiker Prof. Dr. Rainer Leng vom Karlsruher Institut für Technologie. Beginn ist um 19.30 Uhr im evangelischen Gemeindehaus, Zugang über die Sulzfelder Straße. Der Eintritt ist frei.

Im Jahr 1142 bestätigte der Würzburger Bischof Embricho (Amtszeit 1125 bis 1146) dem Neumünsterstift, dass der Ministeriale Altum zum Totengedächtnis für sich und seine Ehefrau Judith dem Altar des heiligen Kilian Güter in Sickershausen, Stockheim, Segnitz, Frickenhausen und Ochsenfurt geschenkt habe. Mit dieser Urkunde wird „villa segeniz“ erstmals schriftlich erwähnt. Allerdings steht das Schriftstück auch im Verdacht einer Fälschung. Leng spürt in seinem Vortrag die Geschichte dieser Urkunde nach und versucht dabei vor allem auch die Frage nach deren Echtheit oder Fälschung zu enträtseln.

Auf dem kulturhistorischen Programm im Segnitzer Jubiläumsjahr stehen noch ein Vortrag über die „protestantische Union 1608 bis 1621“, der Internationale Museumstag, ein virtueller Rundgang durch die Geschichte von Segnitz und ein Vortrag über die „Landjuden in Unterfranken und anderswo“.