Mit dem Ausbau der Kreisstraße SW 41 von Zeilitzheim bis zur Grenze zum Landkreis Kitzingen in Richtung Krautheim hat der Landkreis Schweinfurt auf einem weiteren Teilstück seines 300 Kilometer langen Straßennetzes die Verkehrssicherheit wesentlich verbessert. Darauf wies Landrat Florian Töpper bei der Einweihung nach nur zweimonatiger Bauzeit hin.

Derweil hat auch der Landkreis Kitzingen auf der „anderen“ Seite seine Hausaufgaben erledigt. Im Anschluss an die kirchliche Segnung konnte so Landrat Töpper zusammen mit seiner Kitzinger Kollegin Tamara Bischof, Kolitzheims Bürgermeister Horst Herbert sowie Vertretern der Baufirma und der beteiligten Behörden den Streckenabschnitt offiziell für den Verkehr freigeben.

Der Ausbau der SW 41 war seit Jahren vor allem unter Hinweis auf die geringe Fahrbahnbreite und die geringen Sichtweiten von der Gemeinde und der Bevölkerung gefordert worden. Durch die in den vergangenen Jahren verstärkt auftretenden Fahrbahnschäden wurden die Rufe nach einem Ausbau immer lauter und drängender.

Auf dem 658 Meter langen Ausbauabschnitt betrug die Fahrbahnbreite vor dem Ausbau rund 4,80 bis 5,20 Meter, jetzt sind es durchgängig sechs Meter. Die jetzt beidseitig einen Meter breiten Bankette und die Entwässerungseinrichtungen waren zuvor zu schmal und dadurch nur eingeschränkt funktionsfähig. Die Entwässerung über die Fahrbahnneigung war ebenso mangelhaft.

Der vorhandene Oberbau war teilweise großflächig gerissen und deshalb nicht mehr frostsicher. Außerdem wies die Fahrbahn Spurrinnen und Verdrückungen auf. Auch aus wirtschaftlicher Sicht war der Ausbau nach Aussage von Landrat Töpper sinnvoll, da die punktuelle Sanierung der Fahrbahnschäden ebenfalls einen nicht unerheblichen Aufwand erfordert hätte, ohne Verbesserungen für die Verkehrssicherheit zu erzielen.

Mitte Mai hatte die Firma Gebrüder Stolz GmbH (Hammelburg) im Auftrag des Landkreises mit den Bauarbeiten begonnen. Anfang Juli konnte sie Vollzug melden.

Zur Freude des Landrats werde man unter den ursprünglich mit 430 000 Euro veranschlagten Kosten einschließlich Grunderwerb, Vermessung und Vermarkung bleiben. Die Aufwendungen dürften sich jetzt bei rund 380 000 Euro einpendeln. Der Landkreis erwartet einen Zuschuss von 50 Prozent. Töpper sprach von einer „vertretbaren Belastung des Kreishaushaltes“.

Landratskollegin Tamara Bischof betonte: „Der Ausbau ist gut für die Region und er ist gut für die Menschen.“ Dass sich die Straße auf dem Gebiet des Landkreises Kitzingen wieder verenge hat nach ihren Aussagen zwei Gründe.

Zum einen galt es, auf ein kartiertes Bodendenkmal in diesem Bereich Rücksicht zu nehmen. Zum anderen habe man Probleme gehabt, in den Besitz der erforderlichen Grundstücke zu kommen.

Nach der ökumenischen Segnung wurde der ausgebaute Streckenabschnitt mit dem symbolischen Durchschneiden des Bandes wieder offiziell für den Verkehr freigegeben.