Der Golfclub (GC) Schloss Mainsondheim feierte sein 25-jähriges Jubiläum und Präsident Bernhard Lenz nutzte den Rahmen des Jubiläumsturniers, um mit Raimund Mahlberg einen verdienten Mann zum Ehrenmitglied zu ernennen.

Dem Präsidenten gelang damit eine Überraschung. „Er ist seit 25 Jahren mit Leib und Seele für unseren Club tätig“, lobte Lenz den ehrenamtlichen Geschäftsführer und erntete lang anhaltenden Applaus der 125 Gäste des Jubiläumsabends für den Juristen aus Estenfeld.

Walter Scheel bei der Einweihung

Unter den Gästen waren Ehrenpräsidentin Ingrid Knauf, Landrätin Tamara Bischof, Bürgermeisterin Christine Konrad und der Nachbar des Golfclubs und Verpächter, Matthias von Bechtolsheim. „Wir haben eine Kartoffellandschaft zu einem herrlichen Refugium gemacht“, sagte Lenz mit Stolz. Der Club stehe auf einem gesunden Fundament und die Mitglieder hätten in den 25 Jahren Hervorragendes geleistet. Dazu gratulierte auch Jürgen Golombek, Präsident des Nachbarclubs aus Kitzingen mit einem Präsent.

Was heute undenkbar wäre, war in den Anfangsjahren der Status Quo beim Mainsondheimer Verein. Im Jahr 1987 hatte Richard Franz Freiherr von Bechtolsheim die Golfanlage geschaffen. Nach Startschwierigkeiten ergriff eine Gruppe von rund 20 Personen um Ingrid Knauf die Initiative und gründete 1988 den Mainsondheimer Club. Ein Jahr später war Altbundespräsident Walter Scheel der Ehrengast bei der Einweihung der ersten neun Löcher.

In den Gründerjahren mussten die Mitglieder erst mit einer Baracke und dann einem Container vorlieb nehmen. Es herrschte beinahe Abenteurer-Stimmung, wenn die Männer anpackten, Schubkarren schoben, Schaufeln schwangen, Steine aufsammelten und hernach die Frauen einen Suppentopf zubereiteten.

Bei den ersten Turnieren, wie dem Audi-Cup sowie dem Kesselring- oder BMW-Turnier, ging es relativ spartanisch zu; trotzdem waren sich die Mitglieder nicht zu schade, in der Freizeit anzupacken. Mehrere Spender und Darlehensgeber halfen dem Club auf die Beine. Ein Mann der ersten Stunde war Uwe Hippelein, der als Landschaftsgärtner und Sportplatzbauer wichtiger Fachmann war. Er ist heute noch Chef der Greenkeeper in Mainsondheim und kennt praktisch jeden Grashalm auf der 70 Hektar großen Golfanlage.

Die Jahre des Aufbaus

Nach jeweils kurzen Amtszeiten von Horst Bargmann, Rudolf Große-Kleimann und Wolfgang Weirich in den Jahren 1988 bis 1993 trat Ingrid Knauf an die Spitze des Clubs. Sie sorgte für Kontinuität und übergab 1999 ein gut bestelltes Feld an ihren Nachfolger Bernhard Lenz. Zusammen mit Vizepräsident Eckhard Himmel, Geschäftsführer Raimund Mahlberg und dem lange Jahre als Schatzmeister wirkenden Werner Hempel bildete die heutige Ehrenpräsidentin die tragenden Säulen in Mainsondheim.

1995 bereitete die Clubhaus-Einweihung den Mitgliedern große Freude und 1997 gaben sich viele Prominente ein Stelldichein bei einem Turnier von Christa Kinshofer mit Franz Beckenbauer, um die zweiten neun Loch einzuweihen.

Im Jahr 2006 schloss der Club die Lücke an Loch 17 und heute ist die gepflegte Anlage zu zwei Dritteln im Besitz des Vereins. Der Club umfasst 650 Mitglieder, registriert jährlich 1300 Gastspieler und gibt 20 Leuten direkt oder indirekt einen Arbeitsplatz. Bernhard Lenz bezeichnete den GC Mainsondheim als wichtigen Werbeträger für die Stadt Dettelbach und den Landkreis.

Turnier zum Jubiläum

„Ich bin heute stolz wie nie, Präsident dieses Clubs zu sein“, sagte Bernhard Lenz und freute sich, dass die Jugend dem Jubiläumsturnier ihren Stempel aufdrückte. Im Damen-Brutto siegte erwartungsgemäß Inge Wagner vor der Präsidenten-Enkelin Pia-Isabella Schürer, während Philipp Sauer mit 26 Bruttopunkten die beste Runde aller 92 Teilnehmer spielte. Zusätzlich glänzte Pia-Isabella Schürer als Siegerin der Nettoklasse A und mit dem „Longest Drive“ der Damen. Den nächsten Klassensieg sicherte mit Philipp Hinkel ebenfalls ein Nachwuchstalent aus der Jugendgruppe und der 13-jährige Max Meier verdiente sich als Dritter einen Sachpreis. Sein neunjähriger Bruder und amtierender Bayerischer Meister, Antonin Meier, verdiente als dritter Preisträger der Nettoklasse C auch eine Prämierung.