Sie sind ebenso beliebt wie problematisch in Zeiten der Corona-Pandemie: das große Vorbild Würzburger Brückenschoppen oder der Volkacher Brunnenschoppen als kleinere Ausführung. Denn so zwanglos - und teilweise dicht gedrängt - beisammenstehen wie vorher ist derzeit nicht möglich. Angesichts von Abstandsregelungen gilt auf dem Volkacher Marktplatz nun ein neues Konzept:  Nur wer einen Platz an einem Tisch hat, bekommt auch etwas zu trinken.

Genau dieses Konzept benötigt nun aber noch das Ja des Volkacher Stadtrates. Der trifft sich deshalb am Montag um 19 Uhr in der Mainschleifenhalle, um unter anderem über die Sondernutzung des Marktplatzes zu entscheiden. Auf diesem stehen sonst keine Tische, höchstens Weinfreunde selbst mit einem Schoppen in der Hand. Wie es in der Sitzungsvorlage heißt, habe es wegen der Lockerungen ab 18. Mai aber "dringenden Handlungsbedarf" gegeben. Das von Verwaltung und gastronomischen Betrieben gemeinsam erarbeitete Konzept läuft darum bereits eine Woche ohne entsprechenden Stadtratsbeschluss.

Zudem auf der Tagesordnung steht ein Antrag der Grünen auf Gebührenerlass und kostenfreie Erweiterung der Freischankflächen. Gastronomie und Einzelhandelsbetrieben werden die Sondernutzungsgebühren bereits bis 30. Juni erlassen. Der Volkacher Stadtrat entscheidet am Montagabend auch, ob dieser Gebührenerlass erweitert wird.