Die Auslagerung der vierten Jahrgangsstufe der Nikolaus-Fey-Schule in Wiesentheid hat ein Ende. Ab dem kommenden Schuljahr werden die Schüler nicht mehr in Kleinlangheim, wie bisher, unterrichtet. Die Sitzung des Schulverbands beschloss, künftig Räume des Gymnasiums zu nutzen.

Wegen Raumnot hatten die Wiesentheider seit 2008 die komplette vierte Jahrgangsstufe ins Schulhaus nach Kleinlangheim ausgelagert, wo ungenutzte Klassenzimmer bereit standen. In Kleinlangheim hat der Schulverband Großlangheim-Kleinlangheim-Wiesenbronn derzeit je zwei dritte und zwei vierte Klassen untergebracht, die Mitnutzung durch die drei Klassen aus Wiesentheid wurde dort begrüßt.

Als Ausschlag für die Entscheidung, die Viertklässler ab September wieder in Wiesentheid zu unterrichten, nannte der Vorsitzende des Schulverbands, Wiesentheids Bürgermeiste Werner Knaier, finanzielle, wie auch organisatorische Gründe. Rund 18 000 Euro spart sich der Schulverband an Buskosten, rechnete Knaier, vor.

„Nur Vorteile“

Zudem falle damit das „Hin und Her“, wie es Schulleiter Heinz Dürner nannte, weg. Bei Exkursionen oder Wandertagen seien die Viertklässer „abgekoppelt“ gewesen. Eine Umsiedlung nach Wiesentheid bringe seiner Ansicht nach „nur Vorteile.“ Ohnehin war vorgesehen, die Vierklässler in zwei bis drei Jahren wieder in den Räumen der Nikolaus-Fey-Schule am Eisenbergring zu unterrichten. Dann bietet sich dort laut Berechnung der Schulleitung wegen der zurück gehenden Schülerzahlen wieder ausreichend Platz für alle Klassen.

Bis dahin werden nun die Räume am Gymnasium genutzt, die sich der Vorsitzende des Schulverbands zusammen mit der Leitung der Nikolaus-Fey-Schule angeschaut hat. Weil auch dort die Schülerzahlen rückläufig sind, bot das Steigerwald-Landschulheim an, die Klassen bei sich aufzunehmen. Die Grundschüler würden im Trakt über dem Lehrerzimmer untergebracht, die Fachräume wie auch die Turnhalle dort könnten problemlos mit genutzt werden. Zur Mittagsbetreuung werden die Viertklässer an die Nikolaus-Fey-Schule gebracht.

Nicht begeistert über das Ende der Auslagerung zeigte sich Kleinlangheims Bürgermeisterin und dortige Schulverbandsvorsitzende Gerlinde Stier. Die Kinder hätten sich in Kleinlangheim wohl gefühlt, zudem kämen nun durch den Wegfall der Miete der Wiesentheider mehr Kosten auf ihren Schulverband zu.

Von Seiten der Wiesentheider Mitglieder des Schulverbands erinnerten Wolfgang Stöcker und Michael Rückel an die teils heftige Kritik, die sie von Wiesentheider Eltern wegen der Auslagerung bekamen. Gegenüber dem Elternbeirat habe man versichert, die vierten Klassen wieder nach Wiesentheid zu holen, sobald das wieder möglich sei. Der Schulverband stimmte schließlich bei drei Gegenstimmen für die Nutzung der Räume am Gymnasium durch die vierten Klassen.