Zum Thema Kindergarten in Geiselwind hatte Bürgermeister Ernst Nickel einige Neuigkeiten in der Sitzung des Gemeinderates. Zum einen teilte er mit, dass sich vier Interessenten bei der Gemeinde gemeldet haben, die bereit wären, die Trägerschaft der Einrichtung zu übernehmen. Bis Anfang September sind sie aufgefordert, ein Konzept über den Betrieb bei der Gemeinde vorzulegen. Die Gemeinde werde zwei davon aussuchen und diese zu Gesprächen bitten. Danach werde man entscheiden, wer den Zuschlag erhält, erläuterte Nickel das Vorgehen.

Derzeit reicht der Platz im vorhandenen Kindergarten und in der Krippe nicht aus, es besteht bereits eine lange Warteliste. Die Gemeinde schafft deswegen zusätzlich Platz für drei Kindergarten- und zwei Krippengruppen. Sie werden laut Ratsbeschluss in einem neuen, dann zweiten Hort, untergebracht. Um das Ganze zu forcieren, forderte die Kommune bereits Angebote von Fachbüros zur Planung des neuen Gebäudes an. Den Zuschlag nach Prüfung und Wertung erhielt das Ingenieurbüro Brändlein in Wiesentheid, nachdem die eingegangenen Vorentwürfe geprüft und von den jeweiligen Planern erläutert wurden.

Deren Vorschlag sieht ein neues Gebäude mit einer Fläche von insgesamt 568 Quadratmeter vor, die Baukosten werden auf rund 2,5 Millionen Euro geschätzt. Als Termin für die Fertigstellung des Projekts wird der September 2022 angestrebt. Das Gebäude wird in unmittelbarer Nähe zum aktuellen gebaut, wozu wohl der Tennisplatz und teilweise der Spielplatz weichen müssen. Letzterer müsse wohl versetzt werden, meinte Bürgermeister Nickel.

Eine gute Nachricht hatte Bürgermeister Nickel noch zur aktuellen Raumnot. Pfarradministrator Kilian Kemmer hat bestätigt, dass die katholische Kirche in Form der Pfarrgemeinde die Trägerschaft der erforderlichen Notgruppe übernehmen werde. Diese soll im Pfarrheim eingerichtet werden.