Er ist schon fast nicht mehr aus dem Schulleben der Albert-Schweitzer-Volksschule Albertshofen wegzudenken: Der „Tausendbüchler“, ein Leseprojekt, mit dem die Schule seit zehn Jahren Leseförderung betreibt. Das geht so: Für jedes gelesene Buch füllen die Kinder einen Lesepass aus, an dem sich unten ein Losabschnitt befindet. Einmal im Monat, verkündet Schulleiterin Gabriele Hadek, wie viele Bücher pro Klasse gelesen wurden und wie der aktuelle „Tausendbüchlerstand“ der Schule ist. Anschließend werden Buchgutscheine verlost, ein Ansporn für die Kinder zum weiteren Füttern des „Tausendbüchlers“.

Fädelte man die ersten neun Jahre die Bücherpässe auf Schnüre und umrundete damit das ganze Dorf, so setzte sich die Schule in diesem Jahr das Ziel, eine große durchsichtige Säule mit bunten Wattekugeln randvoll zu bekommen. Pro Buch durfte eine kleine bunte Wattekugel in die Säule geworfen werden. Und es mussten wahrlich viele Bücher gelesen werden, bis sich der Säulenstand langsam aber sicher erhöhte, heißt es in einer Mitteilung der Schule. Die Spannung, ob das Ziel erreicht werden könnte, war in jeder Monatsfeier zu spüren. Kurz vor den Sommerferien war es endlich so weit: Man konnte den zahlreich erschienenen Eltern und Freunden der Schule die bis zum Rand gefüllte Säule demonstrieren. Der Inhalt brachte die Schulfamilie zum Staunen: Die 90 Schüler lasen während des Jahres insgesamt 3 512 Bücher, das waren im Durchschnitt 39 Bücher pro Kind.

Rektorin Gabriele Hadek stellte mit Begeisterung fest, dass sich die Lesefreudigkeit der Schüler in den zehn Jahren des Bestehens der Aktion „Tausendbüchler" beachtlich gesteigert hatte. Begonnen hatte man mit einem Durchschnitt von 17,5 Büchern. Für ihren besonderen Leseeifer wurden aus jeder Klasse die „Bücherpasskönige“ von der Schulleiterin mit einem Buch belohnt.