Anspruchsvoll, beeindruckend, schweißtreibend – aber lohnenswert, so lautete das Fazit der 16 Mitglieder des Kreisverbandes Kitzingen des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK), die einen Kurs zur Versorgung Schwerstverletzter besuchten. Die Traumaschulung fand in Zusammenarbeit mit ITLS (International Trauma Life Support) Germany statt.

Ziel von ITLS sei es, das Rettungsdienstpersonal in die Lage zu versetzen, Schwerverletzte schnell zu erkennen und lebensrettende Maßnahmen auf strukturierte Art durchzuführen, so die Pressemitteilung. Damit soll die Sterblichkeit und Behinderungsrate Verletzter gesenkt werden. In dem Kurs übten die BRKler beispielsweise die Einschätzung der Einsatzstelle, die Beurteilung von Traumapatienten, die Sicherung der Atemwege bei Bewusstlosen und die Behandlung von Schock und Wirbelsäulentraumata.

Während des zweitägigen Kurses mit 22 Unterrichtsstunden trainierten die Helfer unter Anleitung eines siebenköpfigen Lehrteams. An Praxisstationen ging es unter anderem um die Helmabnahme. Die Rettung aus Kraftfahrzeugen sowie die Bewegungseinschränkung mittels Rettungsbrett standen ebenfalls auf dem Programm. Ein aus Augsburg angereistes Notfalldarstellungsteam sorgte für reale Bedingungen, steht im Schreiben.

Der Rettungsdienstleiter des Kitzinger Kreisverbandes, Sven Appold, freute sich über die große Akzeptanz des Ausbildungskonzeptes. Über 50 haupt- und ehrenamtliche Rettungsdienstmitarbeiter hätten bereits an einem ITLS-Kurs teilgenommen, so das Schreiben. Unterstützt wurde das Rote Kreuz dabei von der Klinik Kitzinger Land, die Räume zur Verfügung stellte.

Mit Bravour gemeistert

Die 16 Rettungssanitäter aus Haupt- und Ehrenamt hatten vor dem Kurs bereits einen schriftlichen Eingangstest abgelegt. Am Ende der Traumaschulung standen dann eine theoretische und praktische Prüfung. Das international gültige Zertifikat erhielten: Stefan Bauer, Kilian Bruder, Christopher Fox, Jan Götz, Ann-Kathrin Heilein, Ines Hörlin, Joachim Jugl, Benedict Marquart, Michael Muck, Gero Müller, Vanessa Näck, Tamara Rudzki, Florian Scheuring, Philipp Stänicke, Jan von Wietersheim und Lukas Zimmermann.

BRK-Chefarzt Dr. Stephan Rapp, zugleich Notarzt und leitender Arzt der Klinik Kitzinger Land, unterstrich laut Presseschreiben den hohen Stellenwert der Weiterbildungsmaßnahme und dankte den Teilnehmern für ihren Einsatz.