Die Interessenten für das Baugebiet Seeflur im Westen Wiesentheids müssen sich weiter gedulden. In der Sitzung des Gemeinderates teilte Bürgermeister Klaus Köhler auf Nachfrage mit, dass die Gemeinde die vorgesehen Verlosung der rund 40 Bauplätze verschieben muss. Ursprünglich war sie für April vorgesehen, als Ort dazu sollte die Steigerwaldhalle dienen.

Seit Wochen beschäftige ihn das Ganze, jedoch sei das aufgrund der Corona-Bestimmungen derzeit schwierig bis unmöglich, so der Bürgermeister. Man habe bereits beim Landratsamt wegen einer Sondergenehmigung für Mitte Mai nachgefragt, wahrscheinlicher sei jedoch ein späterer Termin.

„Die Lostrommel ist da, das Verfahren liegt in der Schublade. Aber wir brauchen vier Wochen Vorlauf“, erklärte Verwaltungsleiter Christian Sturm. Er führte aus, dass man das Ganze nicht als Online-Veranstaltung über das Internet machen könne. Die Verzögerung tue nicht weh, weil die Erschließung des Gebiets sowieso bis mindestens August dauere, so Sturm.

In der Ratssitzung gab Roland Werb von der Firma Corwese Auskunft über den Breitbandausbau im Markt nach den neuesten Förderrichtlinien. Wiesentheid sei gut versorgt, ein Glasfaser-Vollausbau mit bis zu 200Mbit würde insgesamt 5,8 Millionen Euro kosten. Davon blieben der Gemeinde trotz Förderung noch 1,2 Millionen Euro Eigenanteil.

Der Fachmann riet, die Gemeinde solle aktuell nur in den Bereichen, die unter 100Mbit an Leistung empfangen, das Netz ausbauen. Das wäre vor allem im Südwesten Wiesentheids, wo sich ein Gewerbegebiet befindet. Dazu kämen kleinere Bereiche. Die Kosten beliefen sich dann auf rund 2,9 Millionen Euro, wovon die Gemeinde 794 000 Euro beisteuern müsste. Die Gemeinde wird dazu eine Ausschreibung machen, hieß es.