Am Sonntag, 22. April, findet ab 17 Uhr in der Geiselwinder Autobahnkirche eine Autorenlesung mit Schwester Teresa Zukic von der Kommunität der Geschwister Jesu zum Thema „Die Seele braucht mehr als Pflaster – Worte die heilen“ statt (Eintritt frei). Dazu Fragen an die Nonne.

Wie kam es zu der Entscheidung, Nonne zu werden?

Schwester Teresa: Ich habe Gott nicht gesucht, er hat mich gefunden – in einer Nacht im Sportinternat, als ich nicht schlafen konnte und zu einem Buch griff, das meine Freundin ins Zimmer gelegt hatte. Es war die Bibel. Ich schlug die Bergpredigt auf und wurde existenziell berührt.

Wenn ich mich selber beschreiben müsste . . .

Schwester Teresa: . . . eine kleine dicke Schwester, die verliebt in Gott und die Menschen ist.

Sie etwas anderes geworden wären, dann . . .

Schwester Teresa: . . . Sporttrainerin und Mama von fünf Kindern – oder kreative Designerin.

Glaube bedeutet für mich . . .

Schwester Teresa: . . . die Grundlage meiner Existenz. Es ist der Anker und die Flügel meines Lebens.

Ihr Lebensmotto?

Schwester Teresa: Mein Leben ist mein Hobby.

Wann und wie haben Sie gemerkt, dass es Sie in die Öffentlichkeit zieht?

Schwester Teresa: Es ist so, dass ich mich noch nie selbst eingeladen habe. Immer werde ich eingeladen und, wenn es zeitlich geht, trete ich öffentlich auf.

Sie wurden durch das Skateboard bekannt – gibt es das noch?

Schwester Teresa: Ja, das Skateboard gibt es noch, auch wenn ich es manchmal nicht mehr sehen konnte. Lange hab ich das Image nicht losbekommen. Aber inzwischen hat sich rumgesprochen, dass ich was anderes tue. Das ist ja auch schon 26 Jahre her.

Wie kam es zum ersten Buch – und wie viele sind es inzwischen?

Schwester Teresa: Mein erstes Buch war meine Biografie. Inzwischen sind es zehn Bücher.

Drei Sätze über die Kommunität der Geschwister Jesu?

Schwester Teresa: Aus der Erfahrung, dass man in der Seelsorge oft Einzelkämpfer ist, wuchs die Vision einer modernen, geistlichen Gemeinschaft, die mit dem Priester zusammen eine „Communio“ bildet, die gemeinsam der Gemeinde dient. Seit 1994 gibt es sie und wir sind immer noch begeistert wie am Anfang.

Sie haben bei Jörg Pilawa 100 000 Euro gewonnen – wie war das und was ist aus dem Geld geworden?

Schwester Teresa: Wir standen vor dem zehnjährigen Jubiläum der Kommunität und ich hatte damals noch kein Auto. Für die Musicals und die Kindergottesdienste und Kirchenfestivals brauchten wir Equipment und Unterstützung. Da fing ich an zu beten – schließlich kam die Einladung der Castingfirma von Jörg Pilawa. Wir sagten zu und erspielten 100 000 Euro. Ein Auto wurde angeschafft und viele, viele Projekte unterstützt, wie auch eine Einrichtung der Tafel und etwas Geld für die Rente für die Kommunitätsmitglieder zurückgelegt. Die Sendung ist ja auch schon 14 Jahre her.

Das erwartet die Besucher der Lesung in Geiselwind . . .

Schwester Teresa: In Geiselwind werden die Besucher Texte aus dem neusten Buch „Die Seele braucht mehr als Pflaster – Worte die heilen“ hören und dazwischen musikalisch von passenden Lobpreisliedern der Schwestern erfreut. Im neuen Buch geht es darum, wie wir mit schwierigen Menschen in unserem Umfeld besser zurecht kommen, Kränkungen überwinden können und wie man mit Humor die Mühseligkeiten des Lebens besser ertragen kann. Lebensnahe, berührende Worte, die Mut machen.

Was fällt Ihnen zur Autobahnkirche in Geiselwind ein?

Schwester Teresa: Eine kleine, liebevolle Oase, in der ich schon großartige Veranstaltungen erleben durfte und natürlich Manuela Strohofer, die mit ihrem Feuer und Strahlen eine begeisternde Christin ist.