Zur Verkehrssituation am geplanten Standort für den neuen Kindergarten am Lindachsgraben in Wiesentheid soll es einen Ortstermin mit der Polizei und dem Staatlichen Straßenbauamt geben. Wie der Zweite Bürgermeister Harald Rößner in der Sitzung des Gemeinderats mitteilte, hat er bei den Behörden deswegen angefragt.

Kürzlich hatten Anlieger dort ein Treffen mit den Gemeindevertretern veranlasst. Als Hauptpunkt dabei stellte sich die Zufahrt zu dem Grundstück heraus, das zwischen der Ortsmitte und dem Wohngebiet Lindachsgraben liegt. Der künftige Kindergarten hat zwei Trassen zur Zufahrt, wobei eine davon eine Einbahnstraße ist. Ein Kritikpunkt von einigen Anliegern war, dass die Ausfahrt auf die stark befahrene Nikolaus-Fey-Straße erfolgen müsse. Zudem hätten die Straßen in der Siedlung, die zum möglichen Hort führen, nicht durchgehend Gehwege.

Eine knappe Mehrheit hatte sich im Rat für den Standort ausgesprochen und diesen den Vorzug gegenüber einem Platz in Nähe der Kreuzkapelle gegeben. Unweit davon befindet sich die neue Kinderkrippe.

In der Beratung beantragte Ratsmitglied Otto Hünnerkopf, dass die anwesende Gesamtleiterin der Wiesentheider Kindergärten zum vorgesehenen Standort, Ulrike Schwanfelder, das Wort bekommen solle. Kürzlich beim Thema Waldkindergarten habe man Leiter und Träger mit einbezogen, hier nicht, monierte er. Sie verzichtete jedoch auf eine öffentliche Aussage. Zum einen habe der Träger um Zurückhaltung gebeten. Gleichzeitig sei sie Anwohnerin am Lindachsgraben.

Außerdem wurde in der Sitzung wurde der Antrag der Tennisabteilung des TSV/DJK Wiesentheid behandelt. Dabei geht es um einen Zuschuss für die Sanierung der Tennisplätze in Verbindung mit dem Bau eines Wirtschaftsgebäudes. In einer früheren Sitzung hatte der Markt Wiesentheid dem Verein dafür einen Zuschuss von 121 000 Euro zugesagt.

Der Verein müsste außerdem noch rund 60 000 Euro aus eigener Tasche dazu steuern, was er nicht stemmen könne, so Abteilungsleiter Matthias Phau. Deswegen bitte man die Gemeinde um einen höheren Zuschuss. Die Räte wiesen auf die Zuschussrichtlinen der Gemeinde für Vereine hin, daran müsse man sich aus Gründen der Gleichbehandlung halten.

Bei der Debatte stellte sich heraus, dass noch verschiedene Punkte zu klären sind, wie etwa der Gegenwert des Tennisheims. Erst dann könne man entscheiden, hieß es.