Es waren langwierige Verhandlungen mit Behörden und Grundstückseigentümern, aber jetzt steht die Planung für Teil A des Fußwegekonzepts in Obernbreit. In der sehr gut besuchten Bürgerversammlung am Freitagabend stellten Bürgermeister Bernhard Brückner und Planer Werner Horn dieses Konzept zum wiederholten Male vor.

Das Problem in Obernbreit: Die viel befahrene Staatsstraße und der Breitbach durchschneiden den Ort und müssen gequert werden, will man vom Altort in die Siedlung oder auch zum Einkaufsmarkt am Ortseingang in Richtung Marktbreit. Ein Gehsteig entlang der Straße liegt dabei nahe, einzig der Platz fehlt und die Breitbachbrücke ist seit jeher Gefahrenquelle für Fußgänger. Auf den Straßenausbau zu warten ist müßig - er wird nicht vor 2025 erwartet.

Die Lösung: Eine Fußgängerbrücke über den Bach in Höhe des Einkaufsmarktes, angebunden über den Winterseitenweg mit einem zusätzlichen Gehweg entlang der Marktbreiter Straße zwischen Seegasse und Würzburger Straße. Vom Sonnenhang kommend gibt es für die Fußgänger einen Zebrastreifen über die Staatsstraße. Aber auch hier galt es erst Hürden aus dem Weg zu räumen, etwa Grunderwerb für den Brückenbau und Hochwasserberechnungen - die Brücke darf den Wasserabfluss des Baches nicht stören. Mit der Umsetzung des Konzepts soll im kommenden Jahr begonnen werden.

Als Gefahrenquelle sahen einige Besucher der Versammlung die Lage des Zebrastreifens. Um dorthin zu gelangen, müssen Fußgänger die Einfahrt zum Supermarkt queren. Ein Problem, das bekannt ist und so Brückner, die Rücksichtnahme der Verkehrsteilnehmer erfordert.

Verkehr war auch das Hauptthema der Bürgerfragen: Wohin mit den Mülltonnen am Abfuhrtag bei den vielen parkenden Fahrzeugen in der Würzburger Straße, so eine Frage. Diesem Problem wird sich der Bauausschuss stellen, so Brückner.

Immer wieder gerne angesprochen: Der zu schnelle Verkehr in der Siedlung Sonnenhang trotz Tempo 30. Auch hier hat die Gemeinde schon eine Lösung: Vor und nach der Schulbushaltestelle werden Schwellen eingebaut, die den Verkehr bremsen sollen. Klar, dass das in den anderen Straßen dort nicht viel hilft, aber mehr als an die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung appellieren kann der Bürgermeister hier auch nicht. Der zog für Obernbreit eine positive Bilanz für 2014: „Es war für für uns ein gutes Jahr, bis auf das Hochwasser: Der eine ist mit einem blauen, der andere mit einem dunkelblauem Auge davon gekommen.“