Im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg ist eine etwa DIN A4-große Platte aus Messing aufbewahrt, die eigentlich im Mainbernheimer Friedhof oder an einem anderen geeigneten Ort ihren Platz haben müsste. Das finden die Mitglieder des Fördervereins „Alter Friedhof“, denn die Platte ist dem Andenken von Michael Schober von Crailsheim gewidmet, der 52 Jahre als Pfarrer in Mainbernheim wirkte.

Pfarrer Schober starb im Jahr 1657 im Alter von 77 Jahren und hinterließ Gattin Maria und die Söhne Andreas und Christian, wie aus einer Schrift zu entnehmen ist.

Informationen aus Nürnberg

Am 5. März dieses Jahres suchten Pfarrer Gerhard Schäfer und der Vorsitzende des Fördervereins Georg Gurrath das Museum in Nürnberg auf, um Näheres über die Gedenkplatte zu erfahren und wie sie nach Nürnberg gekommen ist. Sie erfuhren, dass die Platte im Jahr 1900 an das Nationalmuseum verkauft worden sei. Die Anfertigung einer Kopie sei nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich, haben Schäfer und Gurrath im Nürnberger Museum erfahren.

Da in Mainbernheim bisher keine Grablege von Michael Schober von Crailsheim gefunden wurde, vermutet der Förderverein, dass die Grababdeckung vor der Friedhofskanzel auf das Grabmal hinweist. Der Förderverein will nach Rücksprache mit den Behörden die Grabplatte abnehmen lassen, um das Geheimnis um Pfarrer Schober vielleicht aufklären zu können.

Außerdem teilte der Vorsitzende Georg Gurrath mit, dass im vergangenen Jahr beim Verein zwei Spenden von je 1000 Euro eingegangen seien. Für Samstag, 23. März, 10 Uhr, wurde im Friedhof ein Arbeitsdienst vereinbart.

Bei den Neuwahlen gab es keine Veränderung: 16 Anwesende wählten einstimmig wieder Georg Gurrath zum Vorsitzenden. Sein Stellvertreter ist Wolfgang Swars, Gertrud Lutsch verwaltet die Kasse, Alfred Brendle kümmert sich um die Dokumentation, Hiltrud Reidelbach und Peter Hartmann sind Beisitzer.