Die Bauseweins sind schon alte Hasen, wenn es um den Umweltpakt Bayern geht. Zum dritten Mal sind sie für ihr Umweltengagement in ihrem Bio-Wein-Hotel in der Iphöfer Altstadt ausgezeichnet worden, allerdings zum ersten Mal durch Landrätin Tamara Bischof, die sich beeindruckt vom Engagement der Familie zeigte, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamts.

Sabrina Bausewein und ihr Mann Matthias Popp leben den Begriff Nachhaltigkeit und führen damit die Tradition der Eltern von Sabrina Bausewein fort, die den Betrieb aufgebaut haben. Bereits in den 1990er-Jahren stellte der Vater den Weinbau auf Bio um. „Das durfte ich damals niemanden verraten, das war verpönt“, plaudert Sabrina Bausewein aus dem Nähkästchen. „Heute ist Bio nicht nur überall anerkannt, sondern eine Auszeichnung“, lobt die Landrätin die weitsichtige Entscheidung.

Seit 1995 gibt es den Umweltpakt Bayern als Vereinbarung zwischen der bayerischen Staatsregierung und der bayerischen Wirtschaft. Um Partner zu werden, müssen verschiedene Maßnahmen umgesetzt werden. Die Bauseweins haben hier eine lange Liste vorzuweisen: 2019 wurde zum Beispiel die Gasheizung ausgebaut und das Gebäude an die Iphöfer Fernwärme angebunden, die mit Holz aus dem Iphöfer Stadtwald befeuert wird. Die Weinstube und der Frühstücksraum werden hauptsächlich mit dem eigenen Kachelofen und eigenem Holz gewärmt.

Die Bauseweins betreiben ein Bio-Weingut und sind Mitglied bei Naturland. Sie verwenden ausschließlich natürliche Reinigungsmittel und haben die Hotelzimmer unter Umweltkriterien (unter anderem Verzicht auf Plastik auch in Textilien) umgebaut. Der Betrieb hat auf LED-Technik umgerüstet und auch die Außenanlagen sind insekten- und umweltfreundlich belassen.

Bürgermeister Dieter Lenzer gratulierte den Bauseweins zur erneuten Auszeichnung und bedankte sich für das anhaltende Engagement der beiden, die unter anderem auch Führungen im Iphöfer Geschichtsweinberg anbieten.