Ein 46-jähriger Mann aus dem Landkreis Würzburg war am Samstag gegen 15.20 Uhr mit seinem Audi auf der A3 in Richtung Würzburg unterwegs. Zwischen den Anschlussstellen Wiesentheid und Kitzingen/Schwarzach fiel der Mann einem anderen Verkehrsteilnehmer durch unsichere und zum Teil gefährdende Fahrweise bei einer Geschwindigkeit von annähernd 180 km/h auf.

In der Nähe der Anschlussstelle Kitzingen-Schwarzach geriet der Mann laut Polizeibericht mit seinem Auto in das Bankett des Mittelstreifens und touchierte die Mittelschutzplanke. Dabei wurde die gesamte linke Fahrzeugseite und der linke Vorderreifen des Audi beschädigt. Trotz des defekten Reifens fuhr der Mann mit knapp 120 km/h und in deutlichen Schlangenlinien weiter.

Teile des defekten Vorderreifens lösten sich hierbei und blieben auf der Fahrbahn liegen. Nachfolgende Verkehrsteilnehmer sicherten den Schlangenlinienfahrer nach hinten ab und verständigten die Polizei, die den Mann unmittelbar vor dem Biebelrieder-Kreuz stoppen konnte.

Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass der Audi-Fahrer Diabetiker ist und in den Bereich der Unterzuckerung gefallen war. Den vorangegangenen Verkehrsunfall hatte er aufgrund seines medizinischen Zustandes nicht bemerkt.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde bei dem Mann eine Blutentnahme angeordnet und sein Führerschein sichergestellt. Ihn erwartet nun ein Ermittlungsverfahren wegen Straßenverkehrsgefährdung. Am Fahrzeug des Mannes entstand ein Schaden von rund 10 000 Euro, an der Leitplanke von rund 1 000 Euro.