"Ich will hier den Finger reinstecken", sagte Werner Hund am Montagabend in der Marktbreiter Stadtratssitzung. "Reinstecken" will der Seniorenbeauftragte des Marktbreiter Stadtrats seinen Finger in den wohl etwas komplizierten Anmeldevorgang für die Corona-Schutzimpfung.

Angesprochen hatte das Thema Marion Frischholz und von Problemen bei der Online-Anmeldung berichtet. Wenn schon sie damit Schwierigkeiten habe, wie ergehe es älteren Marktbreitern, die am Computer weniger fit seien oder gar keinen hätten. Hier könnte doch die Stadt bei der Anmeldung für einen Impftermin helfen. Sowohl die Anmeldung, als auch die Hilfsmöglichkeiten von Seiten der Stadt schätzte Bürgermeister Harald Kopp als "nicht einfach" ein, was dann den Seniorenbeauftragten Werner Hund ins Spiel brachte, der sich nun kümmern und kundig machen möchte.

Gute Erfahrung mit der Anmeldung hatte Volker Iglhaut gemacht, der für seinen Vater nach Anschreiben durch das Landratsamt problemlos telefonisch einen Termin vereinbaren konnte.

Nur ein Stadtrat trug Maske, Bürgermeister und Zuschauer nicht

Auffällig in Marktbreit: Während in vielen Ratssitzung im Landkreis schon seit Wochen Maskenpflicht während der Sitzung gilt, trug am Montagabend nur Marion Frischholz durchgehend einen Mund-Nasenschutz, Bürgermeister, Räte und Zuschauer nicht.

"Intelligent ist etwas anderes", so Volker Iglhaut zur Schaltung der Ampel an der Mainbrücke in Marktbreit, die auch dann auf Rot springe, wenn keine anderen Fahrzeuge unterwegs sind. "Gefühlt schon 1000 mal moniert" habe die Stadt das, so der Bürgermeister. Da es aber keine städtische Ampel ist, bleibe nur ein weiterer Hinweis ans staatliche Bauamt.

Auch Marktbreit will von der Novelle der Bayerischen Bauordnung abweichen und erließ für die Regelung der Abstandsflächentiefe eine eigene Satzung, die sich an die alte Bauordnung anlehnt.

Nur unter erschwerten Bedingungen konnte das Jugendzentrum Marktbreit in den letzten Monaten des vergangenen Jahres arbeiten. Immer wieder musste Leiterin Marigona Kastrati die gerade geltenden Regeln in die Hausaufgabenbetreuung und die offene Jugendarbeit anpassen. Positiv ist die Zusammenarbeit mit der Grundschule, dem Jugendamt, sowie Jugendreferentin Christiane Berneth.