Am Freitagnachmittag, 9. Juli 2021, war gegen etwa 13 Uhr ein 26-jähriger Lastkraftwagenfahrer auf dem rechten Fahrstreifen der A3 in Richtung Nürnberg unterwegs. Kurz nach der Anschlussstelle Kitzingen/Schwarzach bemerkte er den dort entstandenen Stau zu spät. Bei dem Versuch nach links auszuweichen, kippte sein Anhänger auf das Auto einer 38-Jährigen, die auf der rechten Spur stand. Das teilte die Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried mit. 

Im weiteren Verlauf wurde ein Pritschenwagen durch den umgekippten Anhänger auf einen weiteren Sattelauflieger geschoben. Anschließend fuhr der Lkw auf der linken Spur noch einem weiteren Auto auf, bevor er quer stehend an der Mittelleitplanke auf der Autobahn zum Stehen.

Lkw-Fahrer verursacht lange Sperrung der Autobahn

Die Fahrerin den Autos, auf den der Anhänger gekracht war, konnte ihr zerstörtes Auto selbständig mithilfe von Erst-Helfern verlassen. Sie wurde zur weiteren Abklärung ihres Gesundheitszustands in ein Krankenhaus gebracht. Der Fahrer des Pritschenwagens wurde vor Ort vom Rettungsdienst behandelt und konnte anschließend auch aus der Obhut der Sanitäter entlassen werden. Der an den beteiligten Fahrzeugen, sowie an den Verkehrseinrichtungen entstandene Sachschaden wird auf 80.500 Euro geschätzt.

Die A3 in Richtung Nürnberg war bis etwa 22.30 Uhr für die Bergungsarbeiten voll gesperrt. Eine Ausleitung für den Verkehr war an der Anschlussstelle Kitzingen / Schwarzach eingerichtet worden. In der Gegenrichtung musste für die Aufräumarbeiten die linke Spur für den Verkehr gesperrt werden. Demzufolge kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen in beide Richtungen, die sich bis weit in die Nacht hinein zogen.  Während die Polizei den Unfall aufnahm, konnte sie mehrere Autofahrer sehen, die das Geschehen von der Gegenfahrtrichtung mit ihrem Mobiltelefon filmten. Gegen diese wird ein Bußgeldverfahren eingeleitet.