Für das kommende Jahr ist für den Mainbernheimer Stadtwald lediglich ein Einschlag von 260 Festmeter Holz geplant. Der langfristige Forstbetriebsplan sieht zwar ein jährliches Einschlagssoll von rund 500 Festmeter vor, doch aufgrund der eingebrochenen Holzpreise will die Stadt auf Anraten des Fortsamts hier vorsichtiger agieren.

Der Einschlag hängt auch von den witterungsbedingten Voraussetzungen während des Jahres, von Holzmarktpreisen und von der Verfügbarkeit von Lohnunternehmen ab. Bürgermeister Peter Kraus informierte, dass auch wieder Pflanzungen geplant seien. Auch dies sei witterungsabhängig. Es solle vermieden werden, dass zu viele Pflanzen wegen fehlender Niederschläge nicht anwachsen.

Für das Jahr 2019 kann die Stadt einen Überschuss von 31 600 Euro verbuchen. Dies ist laut Kraus insbesondere auf die hohen Zuschüsse aus dem Vertragsnaturschutzprogramm zurückzuführen. Den im Betriebsplan vorgesehenen staatlichen Zuweisungen von knapp 26 000 Euro standen tatsächlich gewährte Zuschüsse von 40 000 Euro gegenüber.

Hohe Zuschüsse für Biotop- und Totholzbäume

Kraus dankte insbesondere dem zuständigen Förster Achim Volkamer, da dieser besonders auf Biotop- und Totholzbäume im Wald achte. Dafür gebe es hohe Zuschüsse. Pro Biotopbaum, das sind speziell ausgewählte und gekennzeichnete Bäume, die für mindestens zwölf Jahre nicht gefällt werden, werde ein Zuschuss von 125 Euro gewährt. Für abgestorbene, gefällte Bäume, die als Totholz, das heißt als Lebensraum für Tiere und Pflanzen im Wald verbleiben, erhält die Stadt 90 Euro pro Baum.

Für 2021 sind für den Wald Ausgaben von rund 47 135 Euro geplant. Demgegenüber stehen Einnahmen von 53 400 Euro. Der Stadtrat stimmte dem vorgeschlagenen Jahresbetriebsplan 2021 für den Stadtwald Mainbernheim zu.

In diesem Jahr kann die Brennholzversteigerung nicht stattfinden, da laut Kraus das mit dem Einschlag beauftragte Unternehmen aufgrund von Personalausfällen nicht in der Lage ist, die für eine Versteigerung notwendige Menge termingerecht einzuschlagen. Falls es aber Bedarf an Brennholz gebe, könne in begrenztem Umfang durch den Förster Holz zur Verfügung gestellt werden.