Nach längerem Stillstand geht es jetzt doch ein Stück voran bei der Umgehung Volkach-Gaibach: Die Vereinbarung zur Sonderbaulast (Stadt ist Bauherr, Freistaat fördert großzügig), die zuletzt eine Hängepartie war, soll jetzt doch modifiziert werden – vor allem beim Kernthema Lärmschutz. Signale in dieser Richtung kamen jetzt von Michael Fuchs, Leiter der Abteilung Straßenbau beim Staatlichen Bauamt in Würzburg.

Kritik zeigte Wirkung

Die kürzlich laut gewordene Kritik im Volkacher Stadtrat am Behörden-Stau hat offensichtlich gewirkt. Am vergangenen Dienstag kam Fuchs zum Gespräch mit Bürgermeister Peter Kornell. Es sei um die bislang – seit 2013 unveränderte und deshalb vom Stadtrat abgelehnte – Vereinbarung gegangen „und um eine Formulierung, die mehrheitsfähig ist“, so der Bürgermeister.

Im Fokus steht der Lärmschutz

Vor allem beim Lärmschutz der 7,3 Kilometer langen Umgehung will der Freistaat offensichtlich für mehr Klarheit sorgen. Der neuen Vereinbarung zur Sonderbaulast für das bisher – nach alter Schätzung – 16,5 Millionen Euro teure Vorhaben – könnte ein Schreiben von Innenstaatssekretär Gerhard Eck „als Anlage“ beigegeben werden, in dem dieser die Finanzierung des Lärmschutzes für den Volkacher Ostring zusagte, erklärte Kornell als ein Ergebnis des Gesprächs.

Kornell will baldige Entscheidung

Wenn die überarbeitete Vereinbarung in naher Zukunft im Volkacher Rathaus eintrifft, will der Bürgermeister umgehend den Stadtrat informieren und möglichst schnell auch eine Abstimmung herbeiführen. Wie schnell sich die Dinge entwickeln könnten, zeigt Kornells Terminplanung. Voraussichtlich in der Ratssitzung am 30. Mai soll nach seiner Vorstellung die Vereinbarung diskutiert und darüber entschieden werden.

Hünnerkopf hofft auf positives Echo

Nach dem signalisierten Entgegenkommen aus München hofft auch der CSU-Landtagsabgeordnete Otto Hünnerkopf auf ein ebensolches Echo aus Volkach: „Wir würden uns freuen, wenn der Stadtrat das positiv aufnimmt und bei der Abstimmung sich für die Vereinbarung ausspricht“, betonte er. Ihm und auch Staatssekretär Eck sei das klärende Gespräch wichtig gewesen: „Der Lärmschutz ist etwas Verpflichtendes für den Staat.“