Erst im Herbst will der Wiesentheider Schulverband seine Entscheidung über eine Umbenennung der Grund- und Mittelschule treffen. Das war ein Ergebnis der Sitzung vor der Sommerpause, die sich erneut mit dem Namensgeber Nikolaus Fey beschäftigte. Voriges Jahr hatte man sich mit der Rolle des Wiesentheider Heimatdichters als Nationalsozialist in der Zeit des Dritten Reichs näher befasst, dabei war die Frage der Umbenennung aufgekommen.

Die Versammlung mit den Vertretern der am Verband beteiligten neun Gemeinden vertagte das Ganze nach kurzer Debatte. Zunächst hatte der Vorsitzende des Schulverbands, Wiesentheids Bürgermeister Klaus Köhler, berichtet, dass die 1972 eingeweihte Schule als amtliche Bezeichnung "Grund- und Mittelschule Wiesentheid" hat. Den Zusatz "Nikolaus Fey" habe sich der Schulverband damals selbst verliehen.

Lehrer klar für die Umbennenung

Eine mögliche Umbenennung, so Köhler, müsse von den Vertretern der Gemeinden beschlossen werden. Dazu sei ein einhelliges Votum aller Beteiligten, also Schulverband, Lehrerkonferenz, Elternbeirat sowie Schulforum, erforderlich. In der Versammlung fragte der Wiesentheider Gemeinderat Michael Rückel nach der Entscheidung von Seiten der Schulfamilie. Votiere eine der genannten Stellen gegen die Umbenennung, könne diese nur von der Regierung von Unterfranken ersetzt werden, wusste Rückel.

Zum Stand innerhalb der Schule sagte Schulleiterin Susanna Zeier, dass es zwar vom Lehrerkollegium ein klares Votum zur Umbenennung gebe. Jedoch sei es noch nicht möglich gewesen, mit Elternbeirat und Schülersprechern zu sprechen. Man solle bis zum Herbst warten, wenn mit Schuljahresbeginn neue Beiräte und Sprecher fest stünden, schlug die Rektorin vor. Für die Grundschule berichtete deren Schulleiter Carsten Busch, dass auch hier die Lehrerschaft für die Aberkennung des Namens sei.

Die Mitglieder des Schulverbands beschlossen, erst dann darüber zu beschließen, wenn die Gremien der Schule ihre Entscheidung getroffen haben.