Zweimal musste die Jahreshauptversammlung beim TSV Hohenfeld verschoben werden, bevor sich jetzt rund 30 Mitglieder auf Einladung des Vorsitzenden Günther Schwarz in der Vereinsgaststätte am Michelfelder Weg trafen.

Die guten Nachrichten beschränkten sich auf wenige Bereiche. Die Veranstaltungen im vergangenen Jahr – Sonnwendfeuer, Kirchweih und Kirchweihfete, Kinderweihnachtsfeier und Kinderfasching – verliefen erfolgreich und wurden gut besucht. Ebenso nahmen die Hohenfelder mit einer Gruppe von 50 Teilnehmern am Bonuslauf in Kitzingen teil.

Die sportlichen Erfolge

Auch im Sportlichen berichtete Schwarz von erfreulichen Entwicklungen. Die Fußballer beendeten nach dem Abstieg aus der A-Klasse die Saison in der B-Klasse auf dem vierten Platz und schließen sich zur neuen Saison mit Rot-Weiß Kitzingen zu einer Spielgemeinschaft zusammen. Dabei wird Abteilungsleiter Vitali Klein von Thomas Schmitt als Stellvertreter unterstützt. In der Tischtennis-Abteilung freut sich der Verein über zahlreiche Jugendliche. Das Kinderturnen und die Gymnastik würden ebenfalls gut angenommen, bilanzierte Schwarz das Positive.

Jedoch bereitet das Organisatorische große Probleme. Denn der Grund der zweimal verschobenen Versammlung ist der bis heute fehlende Abschluss für das vergangene Jahr. „Wir versuchten diesen seit drei Monaten zu erhalten, leider vergebens“, berichtete der Vorsitzende. Auf Aufforderung des Vereins habe der säumige Kassier die Unterlagen herausgegeben, wonach diese zur Bearbeitung an einen Steuerberater übergeben wurden. „Wir haben bis heute niemanden gefunden, der bereit dazu wäre, die Aufgabe als Kassier zu übernehmen“, bemängelte Schwarz. Um weitere Verzögerungen zu vermeiden, stimmten die Mitglieder einem Antrag zu, dass die bestellten Kassenprüfer den Vorstand entlasten können, sobald ihnen der Abschluss vorliegt.

„Mädchen für alles“

Auch Schwarz werde daraus Konsequenzen ziehen. „Ich werde meine Amtszeit durchziehen, aber nächstes Jahr nicht mehr kandidieren“, kündigte er an. Das Interesse der Mitglieder an einer aktiven Mitwirkung sei zu gering. Er fühle sich seit zwei Jahren als „Mädchen für alles“ und musste neben der eigentlichen Aufgabe als Vorsitzender bereits als Kassier, Platz- und Hallenwart einspringen: „Es sind zu wenige Helfer vorhanden und an ihren Händen bleibt alles hängen.“ So dürfe es nicht weitergehen, falls der Verein eine Zukunft haben wolle. Schon bei den vergangenen Neuwahlen hatte sich die Suche nach einem Vorsitzenden als schwierig dargestellt. Ein Generationenwechsel müsse deshalb dringend vollzogen werden: „Es ist an der Zeit, die Aufgaben der Vereinsführung in jüngere Hände zu legen“, forderte Schwarz zum Engagement auf.

Denn Sorgen bereitet ihm auch die Vereinsgaststätte. Nachdem Anita Roiger zum Jahresende die Zuständigkeit abgeben möchte, ist derzeit offen, wie es dann weitergeht. Aus der Bewirtschaftung der Sportheims erhält der Verein wichtige Einnahmen, so dass eine Fortführung notwendig wäre. Denn noch muss er den Schuldendienst für ein Darlehen in Höhe von 130 000 Euro leisten, das vor 17 Jahren zum Hallenbau aufgenommen wurde. „Nur solange unsere Wirtschaft läuft, können wir diese Last schultern“, stellte Schwarz unmissverständlich klar.

Ehrungen

Am Ende wurden langjährige Mitglieder ausgezeichnet. Geehrt wurden Petra Günther, Lena Matthaei, Julian Schobert, Günther Schwarz, Dieter Weber, Hiltrud Weimann (alle 15 Jahre im Verein), Rosa Blumhagen, Friederich Klein, Marga Sattles, Walter Wagenhäuser (alle 25 Jahre), Helmut Filbig, Alice Pavel, Birgit Schömig, Bärbel Steinkamp (alle 40 Jahre), Gerhard Herrmann, Rita Wallach (beide 50 Jahre), Dietmar Nitsche, Erwin Weichelfelder und Irmtraud Zierhut (alle 60 Jahre).