Wegen der Zahl erwarteter Interessenten an der Bürgerversammlung in Iphofen, lud Bürgermeister Dieter Lenzer an zwei aufeinanderfolgenden Tagen auf das Sportgelände ein.

Knapp 100 Gäste waren gekommen und diskutierten mit dem Bürgermeister. Eine Bürgerin beklagte sich über zu wenige Abfalltonnen am Friedhof. Das sah Lenzer anders und sagte, diese seien eher ausreichend. Allerdings sei die Trennung von Grüngut und Restmüll ein Problem. Ohne Trennung müsse auch Grüngut teuer als Restmüll verbrannt werden.

Das gefahrene Tempo ist der Anton-Sabel-Straße wird von Iphöfern als zu hoch empfunden, zumal in Seitenstraßen 30 Stundenkilometer erlaubt sind. Bei der nächsten Verkehrsschau wird die Nachfrage thematisiert.

Wasser auf der Straße

Starkregen ist auch für Iphofens Altstadt ein Thema. In der Pfarrgasse und in der Kanalgasse funktioniert die Regenwasserableitung, zu viel Niederschlag führt aber trotz aller Maßnahmen zu Wasser auf der Straße. Der Bürgermeister bot Hochwassersicherungen wie an den Ladeneingängen im Dienstleistungszentrum zum Ausprobieren an. An der Verbesserung der Oberflächenentwässerung im Baugebiet Geisberg II wird bereits gearbeitet.

Folgende Punkte wurden weiter angesprochen: In mehreren Gassen wird gehfreundliches Pflaster von Fahrzeugen verstellt. Fehlender Vernunft und Einsicht will Lenzer nun mit Einsatz der Verkehrsüberwachung begegnen; Parken ist auch rund um das Dienstleistungszentrum und in der Pfarrgasse problematisch, zeitweise muss wegen abgestellter Fahrzeuge auf den Gehweg ausgewichen werden. Die Stadt will nun verstärkt auf ihre bereits vorhandenen Parkflächen aufmerksam machen; Wegen Lichtverschmutzung hat die Stadt bereits reagiert und die Beleuchtung öffentlicher Gebäude reduziert. Straßen, Über- und Gehwege müssen jedoch beleuchtet bleiben; Vor der evangelischen Spitalkirche reicht das gehfreundliche Pflaster nicht bis an die Pforte. Eine Änderung ist über die Städtebauförderung zuschussfähig; Am Altenbetreuungszentrum wurde die Kapelle neu errichtet und zur langfristigen CO2-Bindung mit Eichenholz aus dem Stadtwald verkleidet. Die Kosten belaufen sich auf 675 000 Euro.

Alles rund um den Wohnraum

In der Versammlung ging es auch um den Wohnraum. So werden in der Kirchgasse 11 bis zum Herbst zehn barrierefreie Wohneinheiten für 2,6 Millionen Euro fertiggestellt. Wer dort wohnt kann bei Bedarf auf Leistungen des ABZ zurückgreifen.

Weitere Wohnungen entstehen im ehemaligen Kaufhaus Stöhr. Im Erdgeschoss entsteht ein Genusshaus, in den Stockwerken vier barrierefreie Wohneinheiten mit zusammen 346 Quadratmetern. Die Kosten von 2,45 Millionen Euro werden mit LEADER-Mitteln gefördert.

Die Kindertagesstätte St. Barbara wird wegen der hohen Nachfrage nach KiTa-Plätzen erneut um eine Krippengruppe erweitert. Der Bau in Holzständerbauweise verzögerte sich wegen des Mangels an Holz und Zimmerleuten. Inzwischen wurde eine Zimmerei gefunden.

Neben dem Waldkindergarten mit 25 Plätzen baute die Stadt eine Schutzhütte zur Waldpädagogik, die von Kindergärten und Grundschulen eigenverantwortlich für Waldtage genutzt werden kann.