„Mir fällt es nicht leicht, Sie heute hier zum Kreisverbandstag zu begrüßen“, sagte VdK-Kreisverbandsvorsitzender Hartmut Stiller. Er musste den Delegierten die traurige Mitteilung machen, dass die langjährige Kreisgeschäftsführerin Roswitha Kramer in den Morgenstunden des Samstags gestorben war. „Sie war fast 40 Jahre das Gesicht des VdK schlechthin und nach unserer Landrätin Tamara Bischof wohl die bekannteste Persönlichkeit in unserem Landkreis“, betonte Stiller.

Die 65-jährige Albertshöferin hatte 32 Jahre lang den Sozialverband als Kreisgeschäftsführerin verkörpert und den Kreisverband zu seiner heutigen Größe und Reputation geführt. „Wir wissen alle, was wir an ihr verloren haben“, erklärte der stellvertretende Landesgeschäftsführer Herbert Lochbrunner. Stellvertretender Bezirksgeschäftsführer Hans-Peter Martin sah den sehr erfolgreichen Kreisverband durch Kramers Handschrift geprägt.

„Sie war fast 40 Jahre das Gesicht des VdK.“
Hartmut Stiller über Roswitha Kramer

Kreisgeschäftsführer Klaus-Peter Mai, der zu Monatsbeginn Kramers Nachfolge angetreten hatte, würdigte ihr Wirken, das alleine in Zahlen nicht zu messen sei.

Stiller bemerkte, dass das Ehrenamt das „Salz in der Suppe“ beim VdK sei. Der Kreisverband könne auf das Engagement von 200 ehrenamtlich tätigen Mitarbeitern zählen. Er sprach die Sozialforen, die Großveranstaltungen und die Schulungswochenenden für Ehrenamtliche an. Diese Veranstaltungen seien wichtig und entsprangen dem Engagement von Roswitha Kramer.

Der Kreisverband arbeitet sehr erfolgreich und konnte seine Mitgliederzahl bis heute auf knapp 9 500 Personen steigern. Auch finanziell steht der Verband sehr gut da, wie der Finanzbericht von Franz Schwab offenbarte. Mai nannte die stolze Zahl von 2,9 Millionen Euro, die der Kreisverband in den vergangenen vier Jahren in Anträgen, Widersprüchen und Klagen für die Mitglieder erstreiten konnten. Derzeit sind 10,8 Prozent der Kreis-Bevölkerung im VdK. Spitzenreiter mit 16 Prozent ist Albertshofen, der Ortsverband Roswitha Kramers.

„Wir meinen, es müsste in unserem Land möglich sein, eine menschenwürdige Pflege hinzubekommen“, erklärte Herbert Lochbrunner eine aktuelle Zielsetzung des VdK. Die Neuwahlen des Kreisvorstandes gingen reibungslos über die Bühne. Hartmut Stiller startete als Vorsitzender in seine zweite Amtsperiode. Die Anwesenden wählten Hartmut Stiller, Helmut Schleyer und Helga Renner zu Delegierten für die Bezirksdelegiertenkonferenz und den Landesverbandstag.

Den überörtlichen Verbandsfunktionären war es eine angenehme Aufgabe, zehn Personen zu ehren, die sich im Ehrenamt um den Sozialverband verdient gemacht haben. Herbert Lochbrunner überreichte das Ehrenzeichen des VdK in Silber an Hartmut Stiller, Günther Beer, Franz Schwab, Helmut Schleyer, Clarissa Schmaderer, Hella Schneider, Josef Baier und Günter Niedner. Das Ehrenzeichen in Gold verlieh der Geschäftsführer Karl Memmel, Brita Böhm und Andreas Stöcklein.

VdK-Kreisvorstand: Vorsitzender Hartmut Stiller, stellvertretende Vorsitzende Karl Memmel, Helmut Schleyer und Rudolf Grün, Kassier Franz Schwab, Schriftführer Reinhold Feth. Frauenvertreterin Anneliese Sternecker, Vertreterin jüngerer Mitglieder Ingrid Jordan, Beisitzer sind: Joseph Schmer, Clarissa Schmaderer, Ruth Bock, Kurt Schwarzer, Anne Paul, Marlies Gurrath-Wagner, Peter Wagner, Claus Goller, Hans Hungbaur, Helga Renner, Franz Schwab.