Das Rappeln, Klappern, Leiern oder Ratschen in Zeiten der Ausgangsbeschränkung ließen sich die Lauber Kinder, wie hier Hanna und Mariella (von links) nicht nehmen. Von Gartenmauer zu Gartenmauer, Balkon zu Balkon oder Haustüre zu Haus- oder Hoftüre verrichteten die Kinder ihren Dienst und versorgten die gesamte Bevölkerung auch in schwierigen Zeiten fast wie gewohnt und erinnerten mit ihren Gesängen an die jeweiligen Stunden. So war das in vielen Gemeinden des Landkreises, mitunter holten auch Erwachsene ihre Leiern vom Dachboden. 

Mit diesem alten Brauch werden die Kirchturmglocken ersetzt, die während der Kartage schweigen.In Laub hatte Oberministrantin Anna Hofmann die Kinder dazu eingeladen und recht viele waren dabei. Lediglich den Lohn für ihr Bemühen können sie sich heuer nicht an den Haustüren abholen. „Ein Dankeschön“ oder „Vergelts Gott“ reicht in diesen Zeiten auch mal. Und vielleicht gibt es ja zu gegebener Zeit doch noch einen kleinen Lohn.