Klein, aber vom Kitzinger Bauhof mit viel Liebe gestaltet – so präsentiert sich nach einer Generalsanierung der Spielplatz Am Hirtengraben in der Kitzinger Gärtnervorstadt Etwashausen. Die Kinder des Kindergartens St. Michael unter Führung von Leiterin Ute Weiß nahmen ihn am Freitag bei der Einweihung und Segnung gleich in Beschlag.

Wie Oberbürgermeister Siegfried Müller, der mit seinem Stellvertreter Klaus Christof und mehreren Stadträten zur Eröffnung gekommen war, erklärte, wurde der Spielplatz 1980 das erste Mal errichtet. Auf Wunsch der Etwashäuser Bürger wurde die Generalsanierung im November 2012 in Angriff genommen und konnte im Februar fertig gestellt werden.

8000 Euro für das Material

Die reinen Materialkosten für eine Kleinkinderspielanlage mit Rutsche, Hängematte, Wipp-Tier und Sandkasten belaufen sich auf 8000 Euro. OB Müller lobte die Kreativität der Bauhofmitarbeiter mit Georg Günther an der Spitze. So baute der Bauhof alte Pflastersteine aus der Fußgängerzone in die Umrandung ein und Heiner Karmann zeigte sich als Künstler, der an der Gebäudewand eine Hirtenfigur mit Schafen hinterm Zaun und den Barthels-Turm malte. Damit erhält der Spielplatz „Hirtengraben“ das „Tüpfelchen auf dem I“ wie der OB sagte.

Die Kinder können spielen, können lernen zu warten und Rücksicht zu nehmen – und die Eltern können sich begegnen, sagte Pfarrer Manfred Bauer von der katholischen Pfarrei St. Johannes. Auf einer gepflasterten Fläche des Spielplatzes kann sogar gegrillt werden.

Diakon Holger Schleyer-Dubowy von der evangelischen Stadtkirche beklagte, dass Deutschland ein Bedenkenland geworden sei. Jeder wolle ein Kind – aber . . . nicht auf Kosten der Karriere oder der materiellen Sicherheit. In die Familienpolitik werde von der Regierung zwar viel Geld gepumpt, aber sie funktioniere nicht, was sich in den Kinderzahlen widerspiegele.

Nach der Segnung durch die Geistlichen konnten sich die Kinder mit Saft und Gummibärchen stärken und dann die Spielgeräte endlich stürmen, was sie auch begeistert machten.