Zum Abschluss der Bürgerversammlungen in Martinsheim und den Ortsteilen berichtete Bürgermeister Rainer Ott am Donnerstagabend in Unterickelsheim über die Arbeit der Gemeinde. Anschließend gab es im Feuerwehrhaus die Gelegenheit, Fragen zu stellen.

Wiederkehrendes Thema auf allen Versammlungen war der Anschluss an den Abwasserzweckverband Ochsenfurt (AVO). Neben der Frage nach der Abrechnung für die bereits erfolgten Arbeiten für Martinsheim und Enheim, ging es hier aber auch um den Anschluss von Unterickelsheim. Die Gedanken, das Abwasser in die gemeindeeigene Kläranlage in Gnötzheim einzuleiten, wurden verworfen, antwortete der Bürgermeister. Denn auch die dortige langfristige Genehmigung läuft dieses Jahr aus. Zwar wird mit einer Verlängerung gerechnet, doch wird diese wohl immer nur für ein oder wenige weitere Jahre erteilt. Es ist unklar, wie lange die ständig steigenden Auflagen erfüllt werden können.

Gemeinde muss das Geld von den Bürgern zurückholen

Die bisherigen Kosten hat die Gemeinde aus Rücklagen bezahlt, muss sich das Geld jedoch früher oder später von den Bürgern zurückholen, informierte Rainer Ott. Entsprechend sollen dieses Jahr nicht nur verschiedene Abrechnungsmodelle diskutiert, sondern auch der Anschluss von Unterickelsheim an den AVO geplant werden.

Derzeit ist der Schuldenstand mit 126.511 Euro niedrig. Durch ein Darlehen für den Bau von Photovoltaik-Anlagen auf der Kulturscheune und dem Bauhof stieg er jedoch leicht von 112.911 Euro im Vorjahr. Für den Anbau am Kindergarten in Martinsheim sind außerdem bald neue Schulden nötig, erläuterte der Bürgermeister.

Ein neuer Spielplatz wurde für den in die Jahre gekommenen alten von der Gemeinde nahe dem alten Feuerwehrhaus in Unterickelsheim eingerichtet. Am bisherigen Standort zwischen altem und neuem Feuerwehrhaus hat der Bürgerverein stattdessen einen Freisitz gebaut, um den Bereich aufzuwerten. Für dieses Jahr ist geplant, der Feuchtigkeit im Keller des neuen Feuerwehrhauses auf den Grund zu gehen, wofür vermutlich Teile des Mauerwerks von Außen freigelegt werden müssen. Es wurde angeregt, darüber nachzudenken, in den Toiletten eine Heizung einzubauen, da diese im Winter sehr kalt sind.

Schlechter Zustand der Flurwege im gesamten Gemeindegebiet

Von der Kirchengemeinde wird in diesem Jahr die Kirche in Unterickelsheim saniert. Wenn die Arbeiten dafür abgeschlossen sind, will die Gemeinde am Friedhof tätig werden. Hier ist eine Stützmauer und die Treppe zur Friedwiese zu erneuern. Das Pflaster vor dem Leichenhaus soll ebenfalls ausgebessert werden, erklärte Rainer Ott.

Auf den teils schlechten Zustand von Flurwegen angesprochen, gestand er ein, dass dies ein Problem im gesamten Gemeindegebiet sei und leider nicht an allen Stellen gleichzeitig behoben werden könne. Es stehe aber auf der Agenda des Gemeinderates.