Die stellvertretende Vorsitzende des Kreis-Caritasverbandes Renate Jüstel erinnerte, dass nach einer Begegnungsstätte zur Begleitung älterer Menschen in angenehmer Atmosphäre lange gesucht worden sei. Nun sei mit Privatspenden ein Haus errichtet worden, das dank der Unterstützung vieler Beteiligter wie dem deutschen Hilfswerk und Bauträger Wolfgang Weiß zum Erfolg wurde und den Gästen gute Versorgung mit Mittagessen biete. Ziel sei, dass sich die Gäste wohlfühlen und den Alltag täglich für einige Stunden vergessen.

Kreisgeschäftsführer Paul Greubel unterstrich, dass der Name St. Hedwig eine Verbindung zwischen der Pflege in Schwarzach und der Stadt Kitzingen herstelle. Domkapitular Clemens Bieber freute sich für alle, denen karitative Arbeit ein Anliegen ist, beklagte aber, dass Geld der Caritas von der Diözese zum Ausgleich des Haushalts übernommen wurde und nun fehle.

Die neue Einrichtung mache nun aufmerksam auf eine gute soziale Infrastruktur in Schwarzach, stelle jedoch kein Refugium für alte Menschen dar. Diese könnten vielmehr zu Hause wohnen, gebracht und abgeholt werden, um den Tag mit Bekannten zu verbringen. Die Entscheidung für den Neubau sei daher klug gewesen, auch gegen die immer größere werdende anonyme Distanz unter den Menschen. Der neue Standort sorge nun für Zusammenrücken und menschliche Nähe, diene jedoch nicht dem Profit. Das mache Schwarzach lebenswert.

Spöckl wünscht sich weitere Tagespflegeeinrichtungen im Kitzinger Land

Die Segnung der Einrichtung übernahmen Pfarrer Gerhard Spöckl und Pfarrerin Mareike Rathje. Einer trage des anderen Last, das gelte vor allem für alte Menschen, betonte Rathje. Spöckl wünschte sich, dass dem in Schwarzach begonnenen Aufbau von Tagespflegeeinrichtungen im Kitzinger Land weitere folgen mögen, damit Menschen gut aufgehoben sind.

Landrätin Tamara Bischof nannte die Einrichtung einen ganz wichtigen Beitrag für den Landkreis, der sich in die Pflegebedarfsplanung des Landkreises einfüge. Von der Planung bis zur Fertigstellung habe man sich gegenseitig vertraut. Sie dankte dem Pflegepersonal um Leiterin Claudia Kossyk und dessen Betreuung, Versorgung und Ansprache für die Gäste. Sie kündigte aus dem Landkreishaushalt 2022 einen Kostenbeitrag von 12 500 Euro an.

Ein Bürgermeister sei nie zufrieden, erklärte Volker Schmitt, heute aber sei er sehr zufrieden. Er beschrieb den Werdegang von der Beschreibung seines Vorhabens als Bürgermeisterkandidat 2013, woraus nun eine Wohlfühloase entstanden sei.

Die Weidmanns sehen sich nicht als gewinnorientierte Investoren

Wolfgang Weidmann und Ehefrau Irene sehen sich nicht als gewinnorientierte Investoren. Weidmann unterstrich, er habe investieren, also Aufwand betreiben wollen, um etwas zu erreichen. Nun sei etwas geschaffen, was allen zugutekomme. Die Einweihung sei nun der Dank für das Gelingen und die Bitte um den Segen, der Freude, Genugtuung und Erfüllung für die Gäste und das Personal bringen möge.

Diakon Lorenz Kleinschnitz hatte das Projekt von Anfang an begleitet und bei der Bürgerschaft förmlich dafür geworben. Das Gitarrenduo der Musikschule Kitzingen bereicherte die Einweihungsfeier.