Falls es irgendwann heftig zu rattern anfängt und ein Super-Mario mit einem Go-Kart an Ihnen vorbei saust – zweifeln Sie nicht an sich. Was Sie sehen, ist keine Erscheinung. Sondern echt. Der Mann auf dem roten Flitzer heißt zwar nicht tatsächlich Mario, immerhin fängt der Vorname aber auch mit M an: Der Mann auf der Knattermaschine heißt Marco Rösch-Saffran, kommt aus Mainbernheim und begeistert sich für Go-Karts.

Die Begeisterung wuchs noch einmal, als der 23-Jährige vor ein paar Jahren herausfand, dass es sogar Go-Karts gibt, die im Straßenverkehr zugelassen sind und sich Street-Karts nennen. Für den Mainbernheimer war in diesem Moment klar: So ein Ding muss ich haben!

Bei der Suche im Internet entdeckte der Go-Kart-Fan auch ein Video von Rémi Gaillard. Ein Franzose, der ebenfalls auf Go-Karts steht – und bei seinen Ausfahrten als Super-Mario verkleidet gerne die Verkehrssicherheit umfährt und auch einen gewissen Spaß entwickelt, die Polizei zu foppen. Was gefilmt wird und dann später im Internet wiederum die ansehnliche Fangemeinde begeistert.

Auf den Ärger mit der Polizei kann der Mainbernheimer gerne verzichten. Aber seine Ausfahrten zu filmen und das Ergebnis ins Internet zu stellen – diese Idee sollte bald wieder aufleben.

Im Frühjahr 2013 war es dann so weit: Marco Rösch-Saffran kaufte sich ein Street-Kart. Die Verkleidung zu Mainfrankens Super-Mario ging dann vergangenen Dezember vonstatten: Der Kart-Fan besorget sich alles, was man für einen guten Mario-Auftritt braucht. Dazu eine kleine Musikanlage – für den echten Mario-Sound.

Nachdem alles zusammengebastelt war, ging's in der Faschingszeit durch den gesamten Landkreis. Beim Mainbernheimer Faschingszug etwa bekamen die Kinder Gummibärchen von Super-Mario zugeworfen. Was insofern nur folgerichtig war, als der 23-Jährige in der Mainbernheimer Gummibärchen-Fabrik arbeitet. „Die Reaktionen waren einmalig, einfach genial“, erinnert sich der neue Super-Mario.

Durch die Auftritte bei den Faschingsumzügen wurde der Mann mit dem roten Pulli und dem künstlichen Schnauzbart bekannt wie ein bunter Hund. Er wurde ohne Ende fotografiert und trat seinen Siegeszug durch die sozialen Netzwerke wie Facebook an. Dort richtete sich der 23-Jährige auch eine eigene Facebook-Seite ein ( www.facebook.com/marco.roeschsaffran ) und drehte zudem, wie das französische Vorbild, einen Film. Am letzten Faschingswochenende wurde überwiegend in Kitzingen gedreht, daraus entstand dann ein Drei-Minuten-Film.

Winterschlaf

Nach der närrischen Zeit ging das Kart erst einmal in den Winterschlaf und Super-Mario verschwand vorübergehend von der Bildfläche. Dafür fand er virtuell immer mehr Fans und schwang sich tatsächlich zu einem Internet-Helden auf.

Aber auch real wird Super-Mario immer wieder zu bewundern sein: Kürzlich erst interessierte sich ein Würzburger Radiosender für ihn. Und der nächste Faschingsumzug kommt bestimmt – dann wieder mit einem roten Flitzer zwischen Fußgruppen und Motivwagen.

Die Fahrt durch Kitzingen gibt's unter:

www.facebook.com/Mariokartkitzingen