"Ich freue mich, dass sie heute so zahlreich gekommen sind, das war mir anders angekündigt worden", meinte Sulzfelds Bürgermeister Matthias Dusel bei seiner Bürgerversammlungs-Premiere im Rathaus. "Das ist immer so, wenn ein neuer Bürgermeister im Amt ist", meinte sein Vorgänger Gerhard Schenkel, der seine Premiere aber schon vor 37 Jahren seine Premiere erlebt hatte. Gemessen am großen Applaus von den 56 Bürgerinnen und Bürgern, hatte Dusel seine Premiere mit Bravour gemeistert. Ins Bild passte auch, dass aus den Bürgerreihen keinerlei Kritik kam.

Matthias Dusel äußerte seine Freude über die tolle Dorfgemeinschaft in dem schmucken Weinort, der im Jahr 2009 den Landessieg und auf Bundesebene die Silbermedaille im Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" errungen hatte und auch zu den 100 Genussorten in Bayern erhoben wurde. Wie das Ortsoberhaupt seien viele Menschen Fans vom Sulzfelder Flair mit dem bauhistorisch wertvollen Altort-Ensemble begeistert. Dem Gemeinderat sei es wichtig, die Grundschule dauerhaft zu erhalten, was ein kardinaler Faktor in der Infrastruktur darstellt. Deswegen hatte die Gemeinde vergangenes Jahr viel Geld in die Hand genommen und mit einer Erweiterung der Schule Räumlichkeiten für die Offenen Ganztagsschule (OGS) zu schaffen.

Bürgerversammlung zu Parkkonzept geplant

Eines der nächsten Vorhaben wird die Sanierung des Pausenhofs mit Kosten von geschätzten 80 000 Euro sein, auch im nahen Spielplatz sieht der Bürgermeister Handlungsbedarf. Dusel schilderte die finanzielle Lage der Gemeinde und machte deutlich, dass die Gemeinde nie alleine im Stande sein werde, das sündhaft teure Projekt Weinbergsbewässerungskonzept zu stemmen. "Wir sind in Sulzfeld in der luxuriösen Situation, jedem Kind einen Platz im Kindergarten oder der Kinderkrippe geben, zu können das können viele Städte nicht von sich behaupten", nahm Matthias Dusel für die Maustal-Gemeinde in Anspruch. Zusammen mit Kindergarten, Grundschule und der OGS könne die Gemeinde sehr gute Familienangebote machen.

Aktuell beschäftigt den Gemeinderat das in Arbeit befindliche Parkkonzept, wozu Dusel eine eigene Bürgerversammlung vor der Verabschiedung ankündigte. Die Sanierung des Lehrergärtchens mit der Pfarrmauer steht ebenso ins Haus wie der Busparkplatz an den Mainauen, oder die Kanalsanierung und der Sparkassen- Schul-Straße.den Gehweg Bordsteine gebaut werden sollen. Für das kommende Jahr hat sich der Gemeinderat die Einrichtung einer Markthalle mit Artikeln des täglichen Bedarfs vorgenommen. "Wie gehen wir mit dem Immobilen um? Das wird demnächst eine brennende Frage sein", erklärte der Bürgermeister und riss an, das diese Immobilien möglicherweise künftig keine Leerstände mehr bilden sollen, sondern vielleicht Standorte für altersgerechtes Wohnen.

Gelbe Tonnen im Altort ein Problem

Frank Borchard fragte nach, wie es um die Thematik Gelber Sack oder Gelbe Tonne stehe. Matthias Dusel versprach, beim Landkreis nachzufragen und im Fall der Fälle nach Lösungswege in der Gemeinde zu suchen, denn Gelbe Tonnen seien im Altort schon ein großes Problem. Matthias Dusel versicherte auf den Einwand eines Bürgers, dass die Kanalsanierung in der Matthias-Schiestl-Straße nach der Sparkassen-Schul-Straße oberste Priorität haben wird.