Die Marktgemeinde Kleinlangheim im Ausnahmezustand: Am Wochenende wurde Kirchweih gefeiert bei den „Sandhasen“. Die Dorfjugend hatte wieder einiges auf die Beine gestellt und die Geschehnisse des Jahres aufs Korn genommen.

Die Kirchweihpredigt am Sonntagnachmittag war dabei nur der Schlusspunkt einer ganzen Tour durch das Dorf. Bunte Wagen mit Musik und ebenso bunten Passagieren zeigten die Geschichten der Predigt. Begleitet wurden die Wagen von den Jungs und Mädels der Dorfjugend und natürlich vom Sandhasen, der in seinem Korb allerlei Leckeres dabei hatte und es an die kleinen Besucher austeilte. Bevor der Zug sich in Gang gesetzt hatte, wurde am Festplatz die Kerm ausgegraben, damit die Feier überhaupt erst losgehen konnte.

Auf Neudeutsch: „Desert Rabbits“

Dann ging es fast durch den gesamten Ort mit Bulldog und Bollerwagen. Traditionell hielten die Jugendlichen unterwegs immer wieder an. Die „Desert Rabbits“, wie die Sandhasen auf Neudeutsch heißen, hatten wieder für die wichtigen Einwohner eigene Ständchen vorbereitet, die direkt vom Festwagen vorgetragen wurden. Ob das Loblied auf den letzten Metzger im Ort oder der Ruf nach Freibier beim Wirt: für jeden hatten die Jungs ein eigenes Liedchen auf den Lippen.

Auch bei Bürgermeisterin Gerlinde Stier machten die Sänger Station. Sie habe das Dorf im Griff, attestierten sie der Dorfchefin nach zwei Jahren Amtszeit. Zur Predigt platzte die Kirchenburg aus allen Nähten. Die beiden Prediger Nico Braun und Lorena Wolf kommentierten das vergangene Jahr. Dabei nahmen sie auch Bezug auf die Feiern zum 1200. Geburtstag der Marktgemeinde in diesem Sommer. Gefeiert wurde die Kirchweih in Kleinlangheim das ganze Wochenende, inklusive der traditionellen Verlängerung am Montag: der Beatabend im Schützenhaus stand am Freitag im Programm, das Kirchweih-Essen in den Gasthäusern an allen Tagen und der Montag gehörte der Schützengilde mit der Proklamation des Bürgerkönigs.