Wie geht es mit der Casteller Klärnalage weiter? Bürgermeister Christian Hähnlein hatte in der Ratssitzung Neuigkeiten. Die Betriebserlaubnis für die gemeindliche Anlage läuft demnächst aus, die Kommune braucht eine neue Möglichkeit zur Reinigung ihres Abwassers. Nun gilt es, die Möglichkeiten abwägen. Zur Debatte steht ein Neubau, oder ein Anschluss an die Anlage einer Nachbargemeinde.

In der Sitzung des Gemeinderats teilte Bürgermeister Hähnlein mit, dass die dazu erforderliche Studie nun an das Ingenieurbüro Röschert aus Würzburg für den Preis von 30 662 Euro vergeben wurde. Zum Erstellen des Papiers erhält die Gemeinde einen Zuschuss vom Staat. Wie Bürgermeister Hähnlein sagte, werde es mindestens fünf Monate dauern, bis die Studie fertig sei. Er rechnet, dass man bis Ende des Jahres wohl Klarheit habe, was der sinnvollste Weg sei. Erst dann könne man weiter sehen.

Außerdem beschäftigte sich der Gemeinderat mit einer Anfrage zum Bau eines so genannten Tiny Houses in Castell. Ein Interessent habe sich bei Bürgermeister Hähnlein gemeldet, der dazu ein noch freies Grundstück im Baugebiet Schupfäcker im Auge habe. Der Bauplatz hat eine Fläche von 462 Quadratmeter und sei den Interessenten bislang zu klein gewesen.

Das Tiny House hätte eine Grundfläche von etwa 3,50 Meter mal elf Meter, so Bürgermeister Hähnlein. Der Bauwerber möchte es selbst als Wohnung nutzen. "Ist so etwas überhaupt vorstellbar", stellte das Ortsoberhaupt in den Raum. Die Räte hatten dazu unterschiedliche Meinungen, manche, wie Volker Hartmann und Manuel Kaul, zeigten sich eher wenig begeistert. Dagegen konnten sich Brigitte Horak und Stefan Giehl so etwas durchaus vorstellen. Man solle sich neuen Trends wie diesen nicht verschließen, meinten sie.

Mit sieben zu zwei Stimmen wurde das Ganze abgelehnt. Die Gemeinde will zunächst einmal abwarten, ob sich andere Bauwerber für das Grundstück interessieren. Über Platz für neue Trends könne man in einem künftigen Baugebiet nachdenken.