Der Punkt Bauanträge nahm einen breiten Raum in der Sitzung des Geiselwinder Gemeinderates ein, was Bürgermeister Ernst Nickel besonders freute. Er hob dabei ein Vorhaben hervor: den Neubau von zwei Multifunktionshallen mit Stromtankstellen im neuen Gewerbegebiet Inno-Park, den das Ingenieurbüro Reinhold Kern aus Geiselwind beabsichtigt.

Es ist das erste Projekt, das auf der insgesamt 170 000 Quadratmeter großen Fläche entstehen soll. Ende des vergangenen Jahres war die Erschließung der Gewerbefläche in Richtung Füttersee und Wasserberndorf nach nur zehn Monaten Bauzeit fertig geworden.

In dem Zusammenhang bedankte sich Ratsmitglied Gerhard Haubenreich dafür, dass sich die Gemeinderäte samt Verwaltung zu diesem zukunftsweisenden Schritt entschlossen haben. Er sei beim Pionierprojekt, der Aufstellung der Hallen, vor Ort dabei gewesen. Haubenreich nannte die Erschließung eine Notwendigkeit für Geiselwind. Nun hofft nicht nur Bürgermeister Nickel, dass möglichst bald weitere Firmen nachziehen werden und die neue Industriefläche nach und nach bevölkern.

Weiterhin wurde in der Sitzung beschlossen, dass der Vertrag mit einem Unternehmen zur Befahrung der Kanäle in der Gemeinde erweitert wird. Zunächst war für dieses Jahr nur die turnusgemäße Befahrung in den Ortsteilen Hohnsberg, Holzberndorf und Röhrensee vorgesehen. Jetzt will die Kommune auch die Regenwasserkanäle in einigen Teilen des Altorts von Geiselwind untersuchen lassen, was zusätzlich rund 4000 Euro kostet. Die Inspektion sei erforderlich und ratsam, zudem sei der Preis günstig, hieß es.

Verwaltungsleiter Wilfried Hack berichtete dabei, dass eine Kontrolle der Kanäle alle zehn Jahre vorgeschrieben sei. Die etwa 2500 Einwohner zählende Gemeinde Geiselwind verfüge über ein Kanalnetz von insgesamt 48,2 Kilometern und 1180 Schächten. „Ein Wahnsinns-Umfang im Verhältnis zu den Einwohnern“, nannte Hack das Leitungsnetz der Großgemeinde.

Gute Nachrichten hatte Bürgermeister Nickel beim Thema Autobahn. Die Gemeinde wollte wissen, ob das zum Autobahnausbau gelagerte Erdmaterial auf der extra geschaffenen Fläche bei Gräfenneuses mit Schadstoffen belastet ist. Ein Labor hat dazu fünf Proben entnommen und festgestellt, dass die Erde absolut in Ordnung sei.