Die neu gebaute Ortsstraße im Baugebiet "An der Schulstraße" in Martinsheim soll auf den Namen "Erich-Ott-Straße" gewidmet werden. Dies entschied der Martinsheimer Gemeinderat in seiner Sitzung am Montagabend in der Turnhalle der Grundschule.

Von 1964 bis zu seinem Tod 2003 war Erich Ott Bürgermeister und die vier Ortsteile Martinsheim, Enheim, Gnötzheim und Unterickelsheim zusammenzubringen war eines seiner Hauptanliegen. In der Nähe der neuen Siedlung befinden sich außerdem die Grundschule, der Kindergarten und das Feuerwehr-Gerätehaus, an deren Bau er maßgeblich beteiligt war. Der Rat nutzte die Gelegenheit, seine Verdienste zu würdigen.

Bürgermeister Rainer Ott informierte, dass die Arbeiten am Baugebiet in Martinsheim derzeit wegen der Witterung noch ruhen, aber sobald wie möglich fortgesetzt werden sollen. Nach Abschluss der Arbeiten in Martinsheim soll dann die Erschließung in Enheim beginnen. Für das Baugebiet in Gnötzheim ist ein Lärmgutachten in Auftrag gegeben worden und die Ausschreibung wird vorbereitet. Genaue Zeitpläne konnte Rainer Ott derzeit jedoch nicht nennen.

Keine öffentliche E-Ladestation in der Siedlung

Vorerst wird es keine öffentliche E-Ladestation im Siedlungsgebiet in Martinsheim geben. Zwar würde die N-Ergie einen Großteil der Kosten übernehmen, erwartet aber 150 Ladevorgänge pro Jahr. Einen derart hohen Bedarf sieht der Gemeinderat derzeit nicht. Da der geplante Standort jedoch in unmittelbarer Nähe der Trafo-Station ist, bleibt die Möglichkeit für die Zukunft erhalten.

Für die Erweiterung des Kindergartens wurde ein Ausschuss berufen, der Entscheidungen kurzfristig treffen soll. Die weiteren Ratsmitglieder werden die Protokolle erhalten, um informiert zu bleiben. Neben dem Bürgermeister ist jeder Ortsteil mit einem Mitglied vertreten. Diese sind: Enheim Ulrich Falk (Vertreter Thomas Schmidt), Gnötzheim Steffen Klein (Dieter Hahn), Martinsheim Thomas Nagler (Tobias Lechner), Unterickelsheim Thomas Rabe (Christoph Ott).

Undicht ist der Löschweiher in der Ortsmitte von Martinsheim. Deshalb soll nun geklärt werden, ob andere Lösungen, wie das Verwenden nicht mehr benutzter Güllegruben als Löschwasserspeicher möglich und eventuell sinnvoller als eine Reparatur sind.

Nächste Sitzung Mitte März

Einer Bauvoranfrage für ein Einfamilienhaus mit Doppelgarage am nördlichen Ortsrand von Martinsheim wurde zugestimmt. Allerdings sind noch einige Details, wie die Lage und Dimension des Kanals, zu klären.

Die nächste Sitzung ist voraussichtlich am Montag, 15. März. In dieser soll dann auch entschieden werden, für welche Kleinprojekte die Gemeinde eine Förderung in der Allianz Südost 7/22 beantragt. Anträge müssen zum 31. März abgegeben sein.