Bereits am 22. Juli legten Beamte der Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried einen Schwertransport mit 170 Tonnen still, weil dieser weder eine Genehmigung besaß, noch mit dem richtigen Sattelanhänger unterwegs war. Obwohl der Transport mit einer sehr teuren Presse beladen ist, scheint sich keiner mehr um das gute Stück zu kümmern, teilt die Polizei mit.

Der Schwertransporter war von Italien aus nach Norddeutschland unterwegs und mit einer Stanzen-Presse beladen, die mit dem Fahrzeug zusammen 170 Tonnen auf die Waage bringt. Der italienische Fahrer hatte am 22. Juli mit seinem Lkw auf einem Parkplatz bei Marktsteft wegen einer Reifenpanne angehalten und wurde dort von der Kitzinger Polizei gemeinsam mit Beamten des Schwerverkehrstrupps der Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried kontrolliert.

Dabei stellten sie fest, dass der 65-jährige Fahrer nicht in Besitz einer gültigen Genehmigung für die Durchführung des Schwertransports war. Zudem war in der vorgezeigten Ausnahmegenehmigung für die Fahrzeuge ein anderer Sattelanhänger verzeichnet. Er sollte 40 Tonnen wiegen, vier Meter hoch, 2,55 Meter breit und 16,50 Meter lang sein, tatsächlich wog der Lkw jedoch 170 Tonnen, war 4,45 Meter hoch, 3,75 Meter breit und 30,50 Meter lang.

Für die italienische Firma wird es richtig teuer

Der Fahrer des Schwertransports musste eine Sicherheitsleistung in Höhe von 475 Euro hinterlegen. Für die italienische Halterfirma dagegen wird es laut Polizeibericht richtig teuer. Neben etwaigen Straftaten, wie Urkundenfälschung, die jedoch von den italienischen Behörden geahndet werden müssen, kommen auf die Firma Kosten, für die sogenannte Einziehung in Höhe von über 60 000 Euro zu. Dazu kommen noch Kosten zivilrechtlicher Art.

Die italienische Firma hat zwischenzeitlich ein deutsches Schwertransportunternehmen beauftragt, um die Presse zu ihrem endgültigen Bestimmungsort zu bringen. Wann dieser Transport durchgeführt wird, ist jedoch im Moment noch nicht bekannt, heißt es abschließend.