Der CSU-Ortsverband Kitzingen schreibt zum Artikel „Neue Chance für stillgelegte Strecke?“ vom 12. April folgende Stellungnahme:

„Als CSU haben wir im Wahlkampf 2020 auch einen zukunftsfähigen ÖPNV in Stadt und Landkreis versprochen. Mit Erwerb und Gestaltung von Parkflächen und Bahnhof sind in Kitzingen erste Schritte gelungen. Für die Junge Union hat Daniel Nagl mit der Kombination von autonomen Bussen und Radweg im Herbst 2019 ein Konzept für die Strecke der Steigerwaldbahn ab Kitzingen vorgeschlagen. Die Umsetzung dieser Idee würde unsere Maßnahmen super ergänzen“, kommentiert der Ortsvorsitzende der CSU in Kitzingen, Oberbürgermeister Stefan Güntner die jüngsten Berichte zum Interesse der Thüringer Eisenbahn GmbH an der Strecke. Eine Studie der Bayerischen Eisenbahngesellschaft hatte Anfang 2021 abermals ergeben, dass eine wirtschaftliche Reaktivierung der Strecke nicht möglich ist.

„Soweit bekannt, wollen die Interessenten touristische Fahrten anbieten. Es sollen also immer wieder, aber ohne durchgängige Taktung, Loks durch Prichsenstadt, Wiesentheid und Kleinlangheim fahren. Die Bewohner hätten also Mehrbelastung ohne Mehrwert zu ertragen“, so die stellvertretende CSU-Ortsvorsitzende Sabrina Stemplowski. Dies wäre „nicht das zukunftsfähige, umweltfreundliche Alternativkonzept, das ich mir für unseren Landkreis wünsche“, ergänzt die JU-Kreisvorsitzende in der Stellungnahme der CSU.

Auch der stellvertretende CSU-Ortsvorsitzende Daniel Nagl wünscht sich von den Reaktivierungs-Fans mehr Akzeptanz für die demokratischen Willensbekundungen in den Kommunen. „Parteiübergreifend waren alle in den Landkreisen offen für den Prüfprozess. Jetzt sind die Bahnfreunde am Zug, ihre demokratische Gesinnung zu zeigen. Auch aus Passion für ein Verkehrsmittel dürfen gemeinsam getragene Prozesse zur Lösungsfindung nicht durch Onlineumfragen im Zwei-Prozentbereich oder Verzögerungsspielchen pervertiert werden, beeindruckende Fachkenntnisse im Eisenbahnrecht hin oder her. Am Ende muss ein finanzierbares, von möglichst vielen akzeptiertes und regelmäßig genutztes Mobilitätsangebot für die Menschen in unserer Region stehen“, so der JU-Bezirksvorsitzende.