Ohne Vereine mit ihren vielen Angeboten in den Ortschaften landauf und landab wäre das Leben weniger lebenswert und die Lichter oftmals wohl schon längst ausgegangen.

Viele Ehrenamtliche bringen sich ein und leisten hier oft Übermenschliches. Neben Familie und Beruf ist das Ehrenamt ein gewagter Spagat. Wer den Verwaltungsaufwand und die Verantwortung der Verantwortlichen kennt, wenn dazu noch eigene Häuser und Sportanlagen bewirtschaftet werden müssen, kann nur den Hut vor solchen Personen ziehen.

Manche Vereine gleichen schon einem kleinen Unternehmen und das alles ehrenamtlich. Wenn dann die eine oder andere Person bei Neuwahlen – wie jetzt in Reupelsdorf – nicht gleich wieder beim Postenvergeben zusagt und zögert, ist das mehr als verständlich. Schließlich sollten Familie und Beruf doch noch Vorrang haben.

Unterstützung seitens der Mitglieder mit freien Kapazitäten wäre hier eine große Hilfe, sei es nur stundenweise. Wie hat es der Vorsitzende des TSV Prichsenstadt, Christian Friedrich, vor Wochen in seiner eigenen Jahreshauptversammlung treffend gesagt: Immer mehr würden Vereine als Dienstleister gesehen, die ein größtmögliches Angebot haben sollen, „schließlich will man für sein Geld ja auch etwas geboten bekommen“. Laut Duden aber sei ein Verein eine Organisation, in der sich Menschen zur Pflege gemeinsamer Interessen zusammenschließen, gemeinsam Sport treiben und gemeinsam dafür sorgen, dass Sport und vieles mehr möglich sind.

Gemeinsame, nicht einseitige Interessen sind also gefragt. Alle Arbeiten auf möglichst viele Schultern verteilen, dann bleibt für jeden Einzelnen und für jede Einzelne auch wieder eine gewisse Freizeit, die Jeder oder Jede braucht. Dann ist es auch eine schöne Gemeinschaft.

Dies gilt nicht nur für Reupelsdorf, dies gilt landauf, landab.