Im Wiesentheider Ortsteil Geesdorf soll das Verlegen einer zusätzlichen Leitung für die Wasserversorgung im gleichen Zug mit dem Bau eines neuen Feuerwehrhauses erfolgen. Bei dem bereits beschlossenen Projekt sind nun überraschende Hürden aufgetreten, die im Wiesentheider Gemeinderat für eine Debatte sorgten. Der Bau des Gerätehauses für mehr als eine Million Euro war erst im Januar nach jahrelangem Hin und Her beschlossen worden.

Die zur Versorgung benötigte Wasserleitung könnte den Ort im Bedarfsfall mit entlasten, zudem ließe sich der Ausschank des FC am neuen Sportplatz an die Wasserversorgung anschließen. Auch das sprach für die Variante des Feuerwehrhauses außerhalb des Dorfes, nachdem eine weitere im Ort um einiges günstiger kommen würde.

Zum Thema Leitung wolle der Gemeinderat zunächst die möglichen Varianten prüfen, hieß es beim Beschluss für den Neubau des Feuerwehrhauses im Januar.

Bürger sind mit Verlegung der Leitung durch ihre Grundstücke nicht einverstanden

Dieser Tage tat sich ein unerwartetes Hindernis auf, das das gesamte Projekt erneut auf den Prüfstand stellen könnte. Zwei Bürger aus dem Ortsteil erklärten, dass sie mit dem Verlegen einer Leitung durch ihre Grundstücke nicht einverstanden sind. Das würde für die Kommune bedeuten, dass sie nun eine Variante mit einer rund 300 Meter längeren Leitung wählen müsste, um das Problem zu lösen.

Diese längere Trasse ist mit erheblich mehr Kosten verbunden. Die Kosten für diese Leitung müssten die Bürger im Ortsteil so oder so bezahlen, erklärte Bürgermeister Klaus Köhler.

Für die Leitung an der Stelle, die als Ring um den Ort verlaufen würde, hatte sich der gemeindliche Wasserwart Bernhard Hirsch in der Sitzung ausgesprochen. Das überzeugte nicht alle Gemeinderäte, mancher forderte ein Konzept für den gesamten Ort, oder gleich für den Markt Wiesentheid. Das koste einiges und dauere wieder, warf Bürgermeister Köhler ein.

Neubau des Feuerwehrhauses wird noch mal geprüft

Er meinte, dass man in dem Zusammenhang noch einmal die Variante mit dem Bau des Feuerwehrhauses auf der Fläche mitten im Ort auf den Prüfstand stellen solle. Die Planer hatten dazu Kosten von rund 800 000 Euro berechnet.

Der Gemeinderat muss sich wohl noch einmal mit dem Thema beschäftigen. Geesdorfs Gemeinderat Thorsten Ott schilderte, dass er nach etlichen Gesprächen, die er zuletzt in der Sache geführt habe, zwar „etwas gefrustet“ sei. Man müsse eben erneut prüfen, was sinnvoll sei. Das koste zwar Zeit, was aber keine Rolle mehr spielen dürfe.

Als Vorgabe legte der Gemeinderat schließlich fest, das gesamte Projekt erneut berechnen zu lassen. So lange werde man keine weiteren Schritte in punkto Neubau des Feuerwehrhauses unternehmen.