Noch vor den Sommerferien dürfte aus einem Dringlichkeitsantrag der Grünen im Stadtrat Volkach vom Mai Wirklichkeit werden: die vorübergehende Nutzung der Liegewiese des Freibades als öffentliche Parkanlage.

Einstimmig stimmte der Stadtrat einem Konzept zu und erließ auch gleich eine Satzung, die, wenn alles gut geht, schon Mitte Juli die Öffnung als Park zulassen wird, wie Bürgermeister Heiko Bäuerlein während der Ratssitzung am Montagabend sagte.

Somit steht der Park bis zu einer möglichen Sanierung des Freibades, an der im Hintergrund fleißig getüftelt wird, täglich von 10 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit allen Bürgern und Gästen offen.

Der Zugang zum Park ist laut Konzept das sogenannte "Bauhoftor" am Freibad-Parkplatz. Der befindet sich in der Nähe öffentlicher Toiletten, ist ebenerdig und fahrradfreundlich, besitzt – anders als der über eine Treppe erreichbare Haupteingang – kein Drehkreuz, und ist, weil ihn auch Bauhof-Fahrzeuge benutzen, recht breit.

Für Fahrräder wird auf dem Gelände eine Abstellmöglichkeit geschaffen. Es werden Abfallbehälter aufgestellt und die Verwaltung ist mit einem potenziellen Pächter für den Kiosk im Gespräch.

Keine Tiere, kein Grillen, keine Zelte im Park erlaubt

In der von vielen Wortbeiträgen geprägten, aber entspannt geführten Debatte beschäftigten sich die Räte auch der Frage, ob sie Hunde zulassen wollten. Die Satzung sah ursprünglich eine Leinenpflicht vor, doch nur drei von 21 Ratsmitgliedern wollten Hunde erlauben. Deshalb entfällt auch der Spender für Hundekotbeutel. Überhaupt sind keine Tiere im Park zugelassen.

Offenes Feuer oder Grillstellen sind ebenso verboten wie Kraftfahrzeuge (Ausnahme sind die Rettungsdienste), Reiten, das Abspielen von Tonträgern aller Art, Übernachten, Zelten sowie das Aufstellen von Wohnwagen, der Verkauf von Speisen und Getränken (Ausnahme ist der Kiosk) und das Betreten des Beckenbereichs.

Außerhalb der genehmigten Gastronomie dürfen auch keine Gläser verwendet werden, um Scherben auf der Wiese zu vermeiden. Erlaubt sind unter anderem Ballspiele. Die Sportler werden jedoch um Rücksicht auf andere Parkbesucher gebeten.

Abgeschlossen wird mit Einbruch der Dunkelheit

Hinsichtlich der Öffnungszeiten wollte Marlies Dumbsky eine Abkühlmöglichkeit für Kinder anregen, etwa durch das Aufstellen kleiner Planschbecken. Das sei nicht möglich, so der Bürgermeister, alleine schon wegen der Hygieneauflagen in Corona-Zeiten.

Weiterhin hätte Dumbsky den Park gerne schon um 8 Uhr geöffnet für alle, die die morgendliche Ruhe genießen und eventuell Sport oder Yoga betreiben wollen. Das sah Bauhofleiter Harald Troll skeptisch, weil er das zwar unter der Woche seinen Mitarbeitern auftragen könne, aber an den Wochenenden Überstunden anordnen müsste.

Mit der ursprünglich geplanten Schließzeit um 22 Uhr hatte Peter Kornell Probleme. Dann müsste nämlich der Park beleuchtet werden. Dieser Einwand sorgte dafür, dass der Park nun bei Einbruch der Dunkelheit geschlossen wird.

Der Zaun um den Park bleibt bestehen, damit es dort keine nächtlichen Feiern geben kann, außerdem ist er notwendig für das möglicherweise sanierte Freibad. Für die Öffnungs- und Schließzeiten ist laut Satzung der Pächter der Gastronomie verantwortlich.