Als Satzung beschließt der Stadtrat Mainbernheim den vorhabenbezogenen Bebauungsplan "Lebensmittelmarkt an der B8" erst in der Oktobersitzung, weil Belange der Unteren Naturschutzbehörde noch be- und eingearbeitet werden müssen. Die Abwägung der anderen Einwände ist jedoch bereits in der jüngsten Sitzung erfolgt. Die Stadt Kitzingen und die Gemeinde Rödelsee stehen dem Bau der Norma weiterhin ablehnend gegenüber, was aber keine Auswirkungen hat.

Die Firma Norma, die laut Bürgermeister Peter Kraus "bald möglichst anfangen will", hat mittlerweile ihre Planungen dahingehend geändert, dass eine Fachmarktfläche mit 500 Quadratmetern zur Vermietung an einen Getränkemarkt vorgesehen wird. Deswegen mussten die Pläne nochmals ausgelegt werden. Einen Bäcker wollte die Stadt nicht im Markt haben, für eine ganz oben auf der Wunschliste stehende Metzgerei hatte sich kein Interessent gefunden.

Bedenken ausgeräumt

Die Regierung von Unterfranken hat ebenso wie der Regionale Planungsverband keine Einwände mehr erhoben, nachdem die Befürchtungen im Hinblick auf die Auswirkungen auf den innerstädtischen Einzelhandel ausgeräumt werden konnten. Das Plankonzept entspreche zudem den Einzelhandelsfestlegungen des Landesentwicklungsprogramms sowie des Regionalplans 2.

Bei der Stellungnahme des Landratsamtes aus städtebaulicher Sicht ging es um die Verschalung des Gebäudes mit Lärchenholz sowie um die Zulässigkeit von Werbeanlagen als Dachaufbauten. Auf Letzteres kann nach Auffassung der Stadt Mainbernheim verzichtet werden. Zu Abwägung der Einwände der Unteren Naturschutzbehörde fehlt noch die Antwort der Norma beziehungsweise des Planungsbüros.

Keine weiteren Auflagen

Auch vom Staatlichen Bauamt (Straßenbauamt) gab es, nachdem die Zufahrt von der Bundesstraße zum künftigen Norma-Gelände geklärt ist, keine weiteren Auflagen oder Bedingungen. Da eine bauliche Umsetzung eines großflächigen Lebensmittelmarktes im historischen Ortskern weder erstrebenswert noch realisierbar ist, wich das Amt für Ländliche Entwicklung mit dieser Begründung von seinem grundsätzlichen Ziel der Innenentwicklung ab.

Während die Stadt Iphofen keine Bedenken gegen einen Lebensmittelmarkt an der B 8 bei  Mainbernheim hat, blieben die Stadt Kitzingen und die Gemeinde Rödelsee bei ihrer ablehnenden Haltung. Rödelsee hatte vor allem die Befürchtung geäußert, dass ein weiterer Markt den Rödelseer Dorfladen schwäche. Bürgermeister Peter Kraus meinte dazu, dass "wir nicht beeinflussen können, ob Rödelseer in der Norma einkaufen". Es gehe darum, eine wohnungsnahe Versorgung der Bürgerinnen und Bürger aus Mainbernheim zu gewährleisten.

Weitere Stellungnahmen kamen vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, vom Kreisbrandrat, Kreisjugendring, Bergamt, Handwerkskammer und der IHK. Auch ein Bürger hatte seine Bedenken vorgebracht.