Eingerüstet präsentiert sich die Mainbernheimer St. Johanniskirche. Die Sanierung läuft. Für den Kirchturm ist die Stadt zuständig. Deshalb informierte Architekt Martin Zeltner den Stadtrat über den aktuellen Baufortschritt. Die Steinsanierung werde zwar teurer, dennoch rechnet er damit, bei den Gesamtkosten unter der Schätzung zu bleiben.

Die Kosten für die Sanierung des Kirchengebäudes hatte Martin Zeltner im vergangenen Jahr im Stadtrat mit etwa 852.000 Euro angegeben. Die Sanierung des Turms hatte er mit ungefähr 356.000 Euro veranschlagt. Die Kugel, die kürzlich abgenommen worden war, werde derzeit restauriert. Am 15. Juli werde diese wieder montiert. Der Turm soll Ende Juli, Anfang August fertig sein.

Zeltner zeigte dem Stadtrat etliche Schadensbilder. Vor allem das Holz hat gelitten, was der Architekt mit Bildern von einer durchfaulten Holzverschalung und ebensolchen Balken belegte. Viel sei schon im Turm "herumrepariert" worden. Aber er zeigte auch einige Besonderheiten wie das Sterngebälk im Übergang zur Turmkuppel. Auch ein alter Kamin sei gefunden worden, der belege, dass die Turmwohnung beheizbar war. Nerven hätten die Antennen im Turm gekostet. Vor Arbeiten in deren Nähe hätten sie immer abgeschaltet werden müssen.

Bei den Natursteinarbeiten sei mehr angefallen als zu Beginn gedacht. Das Problem seien die Umwelteinflüsse auf den Steigerwaldsandstein. 32.000 Euro waren für Steinarbeiten veranschlagt, für 24.000 Euro erhielt eine Firma den Auftrag. Weitere notwendige Arbeiten kosten jetzt zusätzlich rund 10.000 Euro.

Wie die Kirche farblich nach der Sanierung ausschauen soll, darüber muss sich nun auch der Stadtrat zusammen mit dem Kirchenvorstand Gedanken machen. Die jetzige Farbgebung sei sicher nicht das Original, weiß Zeltner. Ocker sei wohl in der ersten Fassung die Farbe der Architekturteile gewesen, daneben helle Putzflächen. Das würde sich anbieten, sei doch die Kirche in einem relativ ursprünglichen Zustand.

Der Kirchenvorstand könnte sich Faschen um die Fenster vorstellen. Auch der Sockel soll wieder sichtbar sein.

Neues Zifferblatt

Da das Ziffernblatt der Turmuhr schon sehr in die Jahre gekommen ist, entschloss sich der Stadtrat, soll es durch ein neues ersetzt werden. Die Zeiger werden wieder vergoldet. Die Arbeiten zur Überholung vergab der Stadtrat für 3784 Euro.

Sein Einvernehmen stellte der Stadtrat für die Errichtung einer Photovoltaikanlage auf dem Anwesen in der Judengasse 2 in Aussicht. Dazu ist noch eine denkmalpflegerische Erlaubnis notwendig.

Ein Nutzer der Bahngärten bei der Gebrüder-Schmidt-Straße hatte angeregt, dort etwas zur Reduzierung der Geschwindigkeit zu tun. Da dort auch wegen eines Paketdienstes künftig mit erhöhtem Fahrzeugaufkommen zu rechnen ist, stimmte der Rat einer Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 Stundenkilometer zu. Abgestimmt werden muss dies laut Bürgermeister Peter Kraus noch mit der Verkehrsbehörde am Landratsamt.

Die Bahn hat die Stadt informiert, dass im August zwischen Kitzingen und Mainbernheim die Oberleitungsmasten erneuert werden. Die Anwohner würden ebenfalls noch benachrichtigt.

Der Bauhof wünscht sich ein Thermofass für Asphaltarbeiten. Vorher soll noch geprüft werden, ob von einer Baufirma ein gebrauchtes Fass erworben werden kann. Auch muss geklärt sein, wie der Bauhof das Fass transportieren möchte.