Die Stadt Kitzingen weitet ihr Förderprogramm für Hausrenovierer aus. Ausgehend von der historischen Altstadt hat die Stadt das Gebiet für ihr Kommunales Förderprogramm schon einmal erweitert und auch den Ortskern von Etwashausen einbezogen. Ziel ist die Erhaltung, Instandsetzung und Verbesserung des Ortsbildes, insbesondere der typischen Gebäude und Areale der Stadt.

Nun kommt neu ein Quartier südlich der Altstadt in den Genuss von Zuschüssen, das von der Friedrich-Ebert-Straße, der Schmiedelstraße, der Wörthstraße, der Kanzler-Stürtzel-Straße und dem Amalienweg umgrenzt wird.

Erhalt wertvoller Quartiere bezuschussen

Für Sanierungsprojekte in diesem Gebiet mit Mindestkosten von 5000 Euro zahlt die Stadt einen Zuschuss von30 Prozent, maximal 15 000 Euro. Diesen Beschluss fasste der Stadtrat in seiner vergangenen Sitzung. Die Stadtverwaltung hatte dieses Gebiet vorgeschlagen, weil die "charakteristische Blockbebauung der Südstadt" für Kitzingen "eine einzigartige Struktur" darstelle.

Die Straßen, teils als Alleen, ermöglichten eine hohe Wohnqualität, argumentierte die Verwaltung. Im Gegensatz zur Altstadt würden die Wohnblöcke mit begrünten Vorgärten und "prächtigen Fassaden" sogar "eine hochwertige Lebensqualität" bieten. Mit ihrem Förderprogramm will die Stadt private Bauherren unterstützen, die Qualität dieses Quartiers zu erhalten. 

Aus diesem Grund ist auch der kleinere Bereich zwischen Friedrich-Ebert-Straße und Güterhallstraße aus dem künftigen Förderprogramm ausgenommen. Er liegt zwischen dem Sanierungsgebiet in der Altstadt und dem neuen Areal. Auf Nachfrage erklärte Bauamtsleiter Oliver Graumann im Stadtrat, dass dort eine ähnliche, als Ensemble erhaltenswerte Quartierbebauung fehle.

Staatliche Zuschüsse für Umgestaltung der Innenstadt

Damit die Stadt ihre Zuschüsse an die Bürgerinnen und Bürger ausgeben kann, hat sie sich selbst für Förderprogramme des Bundes und der Länder beworben. Sie bieten noch mehr Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung. So hat die Stadt eine Liste mit Stadtplanungsprojekten zur staatlichen Förderung angemeldet. Dazu zählen beispielsweise die Umgestaltung der Innenstadt mit mehr Grünflächen, neuer Beschilderung, mehr Flächen für Radfahrerinnen und Radfahrer, auch Radstellplätze sowie Beleuchtungskonzepte für Gebäude, Brücken und Plätze.

Auch will sich die Stadt den barrierfreien Ausbau fördern lassen oder Konzepte für die Sanierung ganzer Quartiere wie Schwalbenhof, Landwehrstraße/Schrannenstraße und Hindenburgring Süd mit angrenzenden Straßen. Weitere Pläne der Stadt, für die sie Fördermittel beantragt, betreffen den Erwerb von historischen Gebäuden, die Neuplanung für Bereiche wie das Katholische Dekanatszentrum oder die Polizeiinspektion, die möglicherweise in Zukunft anders genutzt werden sollen. Auch eine Sanierung der Alten Mainbrücke findet sich wie schon die Umgestaltung des Mainufers in der Vorschlagsliste. 

Bund-Länder-Förderung für die Siedlung

Schließlich bemüht sich die Stadt auch um eine Fortschreibung des Förderprogramms für den Stadtteil Siedlung, bisher unter dem Namen "Soziale Stadt"  bekannt, ein seit Jahren laufendes millionenschweres Förderprogramm.

Unter dem neuen Titel "Sozialer Zusammenhalt" sollen folgende Projekte staatliche Zuschüsse bekommen: Sanierung der Grünfläche in der Königsberger Straße, Neugestaltung des Spielplatzes in der Karlsbader Straße, Entwicklung eines Naherholungsbereichs Sickergrund, Bau eines Bike-Parks Sickergrund, Neuordnung der Parkplätze und Neugestaltung der Sickershäuser Straße.

Allgemeines Ziel dieses Bund-Länder-Förderprogramms ist es, die soziale Infrastruktur und die Verkehrsinfrastruktur des Stadtteils zu verbessern.