Ein Müllauto, das stecken bliebt, ein Kran, der zu schwach ist und ein Autohänger, der eingemauert wird, waren nur einige der Kuriositäten der diesjährigen Stadelschwarzacher Kirchweihpredigt.

Auch im Jahr zwei der Konstellation "Corona und Kirchweih" wurde in Stadelschwarzach nicht auf das "Hochfest" im Jahr verzichtet, die Kirchweih. Nach dem Motto "Schön ist's nicht mit den Beschränkungen, aber wir machen das Beste daraus" wurde am Donnerstag die Kirchweih ausgegraben. Die Mädels und Burschen des Vereins "Stadelon" machten sich dafür auch in diesem Jahr mit allem Hygienemaßnahmen gewappnet auf, um das Fest-Bier zu suchen und zu finden. Nach zwei Tagen Sommergartenbetrieb auf der Terrasse des DJK Sportheims predigten Anna Burger und Matthias Reichert am Sonntag von den Missgeschicken, den kleineren und größeren Fettnäpfchen der Ortsbewohner.

Wenn das Müllauto im Graben landet

Was tun, wenn die Straße von Stadelschwarzach nach Järkendorf gesperrt ist? Und dies war in diesem Jahr lange, aufgrund von Sanierungsarbeiten. Aber Zeit ist Geld und somit fuhren selbst größte Gespanne auf der neuen Feldweg-Ausweichroute. Dies ging eine Zeit gut bis dann das Müllauto entweder zu schwer oder der Boden zu weich war, Endstation Feldweg-Graben. Wie gut, dass man auf dem Land Bauern mit großen Fahrzeugen hat, die auch noch hilfsbereit sind. Mit vielen landwirtschaftlichen PS hatte es ein Bio-Bauer geschafft, die Müllentsorgung weiterhin sicherzustellen, indem er das Müllauto spielend mit seinem Gefährt aus dem Graben zog.

2018 fiel es runter, 2021 kommt's schon wieder drauf, das Kirchturmdach. Selbstverständlich durfte eine Predigtpassage über der Stadelschwarzacher aktuell liebstes Kind nicht fehlen, der Kirchturm. Warum es so lange gedauert hat, wussten die Prediger genau. "Erst hat jeder nur diskutiert, dann waren's die Kosten, die sind explodiert, jeder war frustriert. Es war auch mal das Holz der Grund, es lief einfach nicht rund." Vor einigen Wochen ging es dann los, die neuen Turmdachteile sollten mittels eines Krans gehoben werden. Doch war wohl die Kommunikation nicht perfekt, der erste Kran war für die Last viel zu schwach, was bedeutete wieder Tage warten auf einen neuen, stärkeren Kran. Bis Mitte Oktober soll alles fertig sein.

Wenn eine Mauer gleich zweimal aufgebaut werden muss

In einer anderen Geschichte wollten zwei Stadelschwarzacher eine Garage zur Werkstatt umbauen. Dazu musste eine Wand eingezogen werden – kein Problem für die "Mauerkönige". Wenn aber der Autohänger, mit dem man Beton und Steine heranfuhr, hinter der neuen Mauer steht und die verbliebene Öffnung viel zu klein ist für ein Durchkommen, dann wird's kompliziert. Das Ende vom Lied: Mauer wieder einreissen, Autohänger herausfahren und Mauer wieder aufbauen, sie wussten ja jetzt, wie es geht.

Weitere Themen der Stadelschwarzacher Kirchweihpredigt handelten von mehreren Fahrzeugen, die im Juli-Hochwasser stecken geblieben sind und von einem Riesen-Truthahn, für den man erst keinen Ofen fand und dann der Koch auch noch verschwand.