Hell und lichtdurchflutet sind die neuen Räume des Kindergartens St. Johannes in der Kitzinger Glauberstraße. Bodentiefe, große Fenster lassen die Sonne ins Haus und die hellen Farben sorgen für eine gute Stimmung. Am Sonntag fand die offizielle Einweihung des Neubaus statt und beim anschließenden Tag der offenen Türe wollten knapp 150 Interessierte einen Blick hinter die Holzfassade werfen.

Im Spätjahr 2019 begannen die Arbeiten auf dem Areal in der Glauberstraße mit dem Abriss des alten Kindergartens, der immerhin 50 Jahre (Einweihung war im Jahr 1969) im Dienste der Allgemeinheit gestanden hatte. Anfang Juli war dann der offizielle Spatenstich, nachdem vorbereitende Arbeiten abgeschlossen waren. Knapp vier Wochen wurden dann die anvisierten Bauzeiten überschritten - der Baustoffmangel, vor allem an Holz, sorgte für die Verzögerung. Offiziell hat der Kindergarten, der in der Übergangszeit in den Marshall Heights untergebracht war, am Montag, 11. Oktober, seinen Betrieb im Neubau aufgenommen.

Insgesamt konnten die veranschlagten Kosten von rund 4,4 Millionen Euro eingehalten werden. Rund die Hälfte davon trägt der Staat, die Stadt ist mir rund 1,3 Millionen Euro an der Finanzierung beteiligt, die Diözese trägt rund 900 000 Euro zur Finanzierung bei. Wie Kindergartenleiter Michael Radtke am Sonntagnachmittag sagte, sind in den Kosten die benötigten Spielgeräte noch nicht berücksichtigt. Hier gilt sein Dank den Sponsorenfirmen, die etwa den Kauf von zwei Krippenwägen unterstützt haben. Beteiligt war dabei auch der Trägerverein unter Leitung von Christian Stegmann.

Es fehlen noch immer viele Kinderbetreuungsplätze

Hatte der Kindergarten St. Johannes vor dem Neubau zwei Kindergartengruppen mit je 25 Kindern, so ist er nun deutlich größer, denn es sind noch zwei Krippengruppen mit je zwölf Kindern dazu gekommen. Damit trägt St. Johannes zumindest ein wenig dazu bei, das Defizit an Kinderbetreuungsplätzen in Kitzingen abzubauen. Immerhin fehlen der Stadt rund 200 Kinderbetreuungsplätze, wie Oberbürgermeister Stefan Güntner vor einigen Wochen sagte.

Güntner war auch der erste, der schon am Freitag einen Blick in das neue Haus werfen konnte. Am Sonntagnachmittag folgte dann die offizielle Einweihung mit Landrätin Tamara Bischof, Bürgermeisterin Astrid Glos, Domkapitular Clemens Bieber, Vorstandsvorsitzender der Caritaseinrichtungen Kitzingen und Pfarrer Gerhard Spöckl.

Im Anschluss daran war der Kindergarten, nach Voranmeldung, auch für die Öffentlichkeit zu besichtigen. Knapp 150 Interessierten nahmen die Möglichkeit wahr, sich das neue Haus, ein Massivbau mit Holzfassade, anzusehen. Im Erdgeschoss sind dort die beiden Krippengruppen untergebracht, im Obergeschoss die beiden Kindergartengruppen. Da der Kindergarten behindertengerecht gebaut ist, kann das obere Geschoss auch über einen Aufzug erreicht werden.