„Das war ein glücklicher Sieg für uns“, gesteht Randersackers Benjamin Greiner, während der Hohenfelder Spitzenspieler Ralph Philipp von einem Ergebnis spricht, „das die wahren Kräfteverhältnisse widerspiegelt“. Sportlich fair, wie sich die beiden Aussagen lesen, verlief auch das Spitzenspiel der 1. Kreisliga zwischen den beiden punktgleichen Kontrahenten. Das bessere Ende vor der ungewohnt großen Kulisse von 22 Zuschauern hatte nach knapp drei Stunden Randersacker, das damit auf dem besten Weg in die 3. Bezirksliga ist. Aber auch für Hohenfeld besteht noch eine Aufstiegschance. Dem Tabellenzweiten winken Relegationsspiele gegen den Zweiten der Kreisliga Würzburg (TTC Waldbrunn oder TTC Remlingen) und dem Drittletzten der Bezirksliga Ost (TSV Oberschleichach oder SV/DJK Sommerach).

Dass die Begegnung in der Hohenfelder Sporthalle eng werden würde, hatten beide Kontrahenten erwartet. Schließlich lassen sich beim Tischtennis ziemlich genaue Hochrechnungen anstellen, wer wem liegt und wie der Vergleich normalerweise endet. Bis ins letzte Detail funktioniert dies aber dann doch nicht. Schließlich spielen Tagesform und Nervenstärke oft eine entscheidende Rolle. So gab es auch diesmal Überraschungen. Beispielsweise, dass Hohenfelds Nummer zwei, Robert Jäger, den Randersackerer Spitzenspieler Andreas Müringer in fünf Sätzen niederkämpfte und ihm seine erst zweite Saisonniederlage im 30. Spiel zufügte. Andererseits kassierte Hohenfelds Josef Filbig, mit fast 75 Jahren der älteste Akteur an der Platte, überraschenderweise zwei Niederlagen im hinteren Paarkreuz, dem eigentlichen Paradestück des Kitzinger Stadtteilvereins.

Randersackers großer Vorteil lag in den Doppeln. Drei von vier gingen auf das Konto der Gäste. Das alles entscheidende letzte Spiel gewannen Andreas Müringer/Daniel Michel gegen Ralph Philipp/Daniel Radler deutlich und schraubten ihre Bilanz auf mittlerweile 8:0-Siege. „In der Vorrunde sind wir häufiger mit einem 1:2-Rückstand nach den Eingangsdoppeln ins Spiel gegangen. Deshalb haben wir umgestellt. Seitdem gehen wir meist mit einer 2:1-Führung in die Partie“, verrät Benjamin Greiner. Er und seine Kollegen werden ihr Aufstiegsrecht auf jeden Fall wahrnehmen. Und zwar in dieser Besetzung.

Seit zwei Jahren erfährt Tischtennis in Randersacker einen Aufwärtstrend. Das fällt zusammen mit den damaligen Neuzugängen Andreas Müringer, Mike Evert, Manfred Sopp und Peter Kosch. „Das ist ein stimmiger Haufen“, lobt Abteilungsleiter Siegfried König seine erste Mannschaft, die als Aufsteiger die Liga aufmischt und vor dem größten Erfolg der Abteilung steht, die im vergangenen Jahr ihren 40. Geburtstag feierte.

Noch nie spielte eine Tischtennismannschaft aus dem Weinort auf Bezirksebene. Wie es in der 3. Bezirksliga zugeht, wissen dagegen Manfred Sopp und Peter Kosch bereits, die mit der TSG Sommerhausen vor ein paar Jahren in dieser Liga antraten.

Höherklassig hat auch schon Ralph Philipp mit Etwashausen, Ochsenfurt und seinem TSV Hohenfeld gespielt, der in den 90er-Jahren auf Bezirksebene antrat. Wenn es in diesem Jahr über den Relegationsumweg wieder klappen würde, soll es ihm recht sein. Gerechnet haben er und seine Kollegen als Aufsteiger in die 1. Kreisliga nicht damit.

1. Kreisliga KT, Männer

TSV Albertshofen – VfL Kleinlangheim 9:5  
TV Dettelbach II – SG Randersacker 1:9  
TSV Buchbrunn – SC Heuchelhof II 8:8  
TSV Hohenfeld – SG Randersacker 7:9  

1. (1.) SG Randersacker 16 13 0 3 137 : 71 26 : 6  
2. (2.) TSV Hohenfeld 15 11 0 4 122 : 99 22 : 8  
3. (3.) TSV Albertshofen 16 8 4 4 128 : 93 20 : 12  
4. (4.) TSV Buchbrunn 16 8 3 5 113 : 96 19 : 13  
5. (5.) SV Kürnach 16 8 1 7 118 : 101 17 : 15  
6. (6.) VfL Kleinlangheim 16 7 2 7 108 : 103 16 : 16  
7. (7.) TG Heidingsfeld 16 6 2 8 89 : 120 14 : 18  
8. (8.) SC Heuchelhof II 14 6 1 7 89 : 105 13 : 15  
9. (9.) TSV Gerbrunn 15 2 2 11 81 : 124 6 : 24  
10. (10.) TV Dettelbach II 18 2 1 15 77 : 150 5 : 31  

Die Statistik zum Spiel

TSV Hohenfeld – SG Randersacker 7:9 (29:38)

Ralph Philipp/Rainer Radler – Manfred Sopp/Peter Kosch 3:11,11:8,11:4,8:11,11:3

Robert Jäger/Josef Filbig – Andreas Müringer/Daniel Michel 6:11, 7:11, 4:11

Torsten Schmidt/Herbert Weigand – Mike Evert/Benjamin Greiner 8:11, 8:11, 12:10, 9:11

 

Philipp – Michel 11:7, 11:6, 9:11, 11:9

Jäger – Müringer 11:6, 11:13, 11:5, 6:11, 11:8

Radler – Evert 10:12, 12:10, 11:8, 3:11, 10:12

Schmidt – Sopp 8:11, 13:11, 4:11, 11:5, 11:6

Weigand – Greiner 8:11, 6:11, 13:11, 8:11

Filbig – Kosch 11:6, 6:11, 9:11, 9:11

Philipp – Müringer 8:11, 11:9, 7:11, 11:5, 5:11

Jäger – Michel 11:7, 11:3, 7:11, 8:11, 13:11

Radler – Sopp 12:10, 11:8, 11:6

Schmidt – Evert 12:10, 11:13, 3:11, 7:11

Weigand – Kosch 9:11, 11:5, 6:11, 11:9, 11:9

Filbig – Greiner 9:11, 9:11, 8:11

 

Philipp/Radler –

Müringer/Michel 3:11, 9:11, 5:11