Landesliga Nord Herren: TV Etwashausen - MTV Stadeln (Samstag, 16 Uhr Sickergrund); Bayernliga Frauen: TV Etwashausen - TS Herzogenaurach (Samstag, 18 Uhr, Sickergrund).

Kitzingen — Bereits seit längerem steht fest, dass die erste Herrenmannschaft des TVE aus der Landesliga absteigen wird. Doch auch dem Wunsch von Trainer Willi Taborsky, sich ordentlich aus der Liga zu verabschieden, konnte in den jüngsten Begegnungen nicht entsprochen werden. Sieben Spiele haben die Etwashäuser zuletzt in Folge verloren. Der letzte Punktgewinn liegt über zwei Monate zurück.
In der vorerst letzten Landesliga-Partie will sich Taborskys Mannschaft für die zurückliegenden erfolglosen Wochen rehabilitieren. Zumal mit Stadeln noch eine Rechnung offen ist. Im letzten Spiel vor der Winterpause unterlagen die Etwashäuser in Stadeln nach einem Freiwurftreffer in letzter Sekunde mit 29:30. Diese Scharte soll heute ausgewetzt werden.
Was danach folgt, ist weitgehend unklar. Etliche Spieler haben ihren Abschied angekündigt. Andreas Kister und Andreas Trabold zieht es nach Rothenburg. Tobias Herrling wechselt nach Volkach und auch manch anderer Akteur ließ seine Zukunft offen. "Bei Volker Fresz gehe ich stark davon aus, dass er zur SG Kitzingen/Mainbernheim gehen wird", glaubt auch Abteilungsleiter Hans Sauer an den Abschied eines weiteren Leistungsträgers.

Erst einmal Urlaub


Glücklich ist er über die Abgänge natürlich nicht. "Das ist sicherlich nicht die ganz feine Art. Man muss jetzt erstmal sehen, wer weiter macht. Es nützt uns ja nichts, wenn wir Heiner Brand als Trainer haben, aber keine Leute. Dementsprechend ist da momentan alles in der Schwebe. In Sachen neuer Trainer ist noch nichts bekannt. Ich werde Sonntagfrüh erst einmal in Urlaub fahren. Das ist mir schon alles ein wenig auf den Magen geschlagen. Danach werden wir uns zusammensetzen und die Dinge klären", blickte Sauer voraus.
Bereits der gesamte Saisonverlauf konnte ihn nicht erfreuen. "Sicherlich haben uns die zahlreichen Verletzungen um einiges zurückgeworfen. Das Hin und Her mit Frank Munoz war bestimmt auch nicht förderlich. Wenn man sieht, dass manch einer den Kopf in den Sand steckt, ist das schon bitter. Aber so ist das scheinbar heute. Wenn es nicht läuft, nimmt es mancher einfach in Kauf. Vor zehn Jahren hätte es das noch nicht gegeben", glaubt Sauer.
In jedem Fall werde man kommende Saison eine Mannschaft in der BOL stellen, die Zusammensetzung ist allerdings noch unklar.
Ganz im Gegensatz zur Misere der Herren, spielten die Damen im zweiten Jahr unter Ingo Preun eine unbeschwerte Runde. Gleich zu Beginn der Saison ließen die Gärtnerinnen aufhorchen, als sie nach sechs Spielen mit 11:1-Zählern die Tabellenspitze zierten. Im weiteren Verlauf musste zwar der eine oder andere Platz eingebüßt werden. Mit einem Sieg heute winkt allerdings immerhin der sechste Rang. Damit hätte der TVE das bislang beste Ergebnis in der Bayernliga erzielt. "Wir haben auch nach dem guten Start nie eine Etage nach oben geschielt. Sicherlich hätten wir am Ende mehr Punkte holen können und etwas weiter vorne stehen können, aber insgesamt war das eine gelungene Runde. Wir haben vorzeitig die nötigen Punkte geholt, um nicht in Bedrängnis zu geraten und stehen nun auf einem guten Mittelfeldplatz", lobte Sauer die Damenmannschaft. Die hatte ebenfalls mit Verletzungen zu kämpfen und musste vor der Saison auch den Abgang von Ulla Brehm hinnehmen. Dementsprechend machte sich im Verlauf der Runde immer wieder der kleine Kader bemerkbar. Preun nahm notgedrungen zuweilen Spielerinnen aus der zweiten Garde mit ins Boot, möchte für die neue Saison jedoch noch Verstärkungen holen.
"Ein, zwei Spielerinnen täten uns sicherlich gut. Vor allem eine Linkshänderin könnten wir gebrauchen. Aus dem Stegreif fällt mir da aber keine aus dem Landkreis ein, die passen könnte. Daher wird also auch das relativ schwierig werden", befürchtet Sauer.
Die Zukunft der Handballabteilung des TVE steht also in den Sternen. Wie viele Jahre die Damen noch das Bayernliga-Niveau halten können, ist ungewiss. "Dass wir diese Klasse nicht ewig halten können, ist klar. Solche Jahrgänge hat man einfach nicht immer", weiß auch Sauer um die problematische Lage.
Nach seinem Urlaub kommt also noch einiges auf ihn zu. Für den letzten Heimspieltag wünscht er sich nur eines: "Ich hoffe, es gibt faire Spiele und ein versöhnliches Rundenende!"