Was tun, wenn im Fußballkreis Schweinfurt nur noch 24 Mannschaften für die untersten Ligen übrig bleiben? Diese Frage stellte sich den Funktionären bei der Einteilung der Ligen für die Saison 2015/2016. Bei der Tagung der Fußball-Junioren im Donnersdorfer Sportheim präsentierte Kreisjuniorenleiter Wolfgang Hellert die Lösung: Künftig wird es auf der untersten Ebene vier Gruppen mit je sechs Mannschaften geben, die dann eine Doppelrunde austragen.

Die Verantwortlichen wollen damit den Aufwand für die Vereine reduzieren. Hätte der Verband aus den 24 Mannschaften nur zwei Gruppen gebildet, wären die Fahrtstrecken für manche extrem weit gewesen. Beispielsweise für die SG Ermershausen, die rund 1000 Kilometer in einer Spielzeit zurück legen müsste, was wohl kaum zumutbar sei.

Bei nur zwei Gruppen hätte Ermershausen im Süden des Spielkreises bis nach Prichsenstadt oder im Westen bis nach Büchold oder Wülfershausen fahren müssen. „Ermershausens Problem ist, dass dort im Umkreis von fast 30 Kilometern kein Gegner wäre. Die wenigen Vereine wie die JFG Hofheimer Land oder Nassach spielen ja in der Kreisliga“, erläuterte der Spielleiter. Nun geht die Reise für die SG in die Region um Haßfurt, was eher zumutbar sei.

Manch einer der Vereinsverantwortlichen zeigte sich nicht begeistert von der Doppelrunde mit nur sechs Mannschaften. Hätte der Verband drei Gruppen eingeteilt, wären bei einer normalen Saison nur 14 Spiele geblieben, stellte Hellert heraus.

Bei den U19-Junioren im Kreis Schweinfurt sind für die ab dem 12. September beginnende Runde insgesamt 41 Mannschaften gemeldet, was ähnlich viele wie im Vorjahr sind. Der Spielkreis verzeichnet insgesamt 429 Juniorenmannschaften, die in den Altersstufen gemeldet sind. Das sind 26 weniger als im Vorjahr, wobei die Abnahme vor allem im Kleinfeldbereich auffällt. Hier, so Hellert, schlage bereits der demographische Wandel durch.

Der Kreisjuniorenleiter und auch die Spielgruppenleiter blickten auf eine nahezu reibungslose Spielzeit 2014/2015 zurück. Das Wetter habe kaum Ausfälle verursacht. Das Sportgericht hatte auch deutlich weniger Arbeit. Hier streifte Hellert einen Fall, bei dem Pyrotechnik bei einem Entscheidungsspiel gezündet wurde, was mit einer Geldstrafe von 90 Euro geahndet werden musste.

Der Schiedsrichterobmann des Kreises Schweinfurt, Horst Knorpp, hob hervor, dass man stolz auf den Bundesliga-Aufsteiger Benjamin Brand von der Gruppe Gerolzhofen sei. Insgesamt nehme aber der Mangel an Unparteiischen mehr und mehr zu. Es werde wohl nicht möglich sein, alle Spiele in den untersten Ligen zu besetzen.

Uwe Röhr, der neue Juniorenleiter des Bezirks, stellte sich kurz vor und wies auf Änderungen hin. Er warb vor allem für den Live-Ticker bei Jugendspielen, der freiwillig von den Vereinen geführt werden könne.

Die neue Spielzeit beginnt für die U19- und U17-Junioren am 12./13. September, in den anderen Altersklassen eine Woche später. Rundenende ist bei den U19-Junioren bereits der 14./15. Mai 2016. Der Rest spielt bis Ende Juni. Außerdem kündigte Hellert an, dass auf dem Großfeld künftig an den Wochenenden zum Ferienbeginn und zum Ende der Ferien Spiele angesetzt würden.

Im Rückblick wurden die Meister der einzelnen Spielklassen geehrt. In den Kreisligen waren das JFG Werntal Kicker (U19), TSV Gochsheim (U17), FC Sand (U15), FC Schweinfurt 05 II (U13). In den einzelnen Gruppen, U17: JFG Werrngrund, SV Fatschenbrunn, TV Obertheres; U15: FC Arnstein, TV Jahn Schweinfurt, FC Gerolzhofen, TV Haßfurt; U13: DJK Büchold, DJK Rieden, FV Dingolshausen, TV Haßfurt sowie im Kleinfeld der U13 der FV Sulzheim und die SG Löffelsterz.